Kurt Leonards: Wie widerstandsfähig ist Hamburg wirklich?

Shownotes

Wie gut ist Hamburg auf Krisen vorbereitet? Was passiert bei einem großflächigen Stromausfall, einer Cyberattacke oder anderen hybriden Bedrohungen? Und welche Rolle spielen Unternehmen dabei?

In der neuen Folge von „Hamburg 2040“ spricht Malte Heyne mit Kurt Leonards, Kommandeur des Landeskommandos Hamburg, über die veränderte Sicherheitslage in Europa und die besonderen Herausforderungen für Hamburg als Wirtschaftsstandort mit Hafen, Flughafen und kritischer Infrastruktur. Im Mittelpunkt stehen hybride Angriffe, die Bedeutung von Resilienz und die Frage, wie sich Unternehmen auf mögliche Krisenszenarien vorbereiten können. Außerdem geht es um die Übungsreihe Red Storm, die Zusammenarbeit von Bundeswehr, Behörden und Wirtschaft sowie die Verantwortung jedes Einzelnen, zur Widerstandsfähigkeit unserer Stadt beizutragen.

Ein Gespräch über Sicherheit, Wohlstand und die Frage, wie Hamburg auch in Zukunft handlungsfähig bleibt.

Habt Ihr Feedback zum Podcast oder Fragen an Malte Heyne? Dann schreibt uns gern an hamburg2040@hk24.de

Transkript anzeigen

00:00:19: Ja, Hallo liebe Hörerinnen und Hörern.

00:00:21: Herzlich willkommen zu unserer neuen Podcastfolge Hamburg-Zwanzigvierzig!

00:00:24: Wie wollen wir künftig leben?

00:00:25: Und wovon?

00:00:25: Ich bin Walter Heine Hauptgeschäftsführer der Handelskammer und habe heute einen besonderen Gast bei uns.

00:00:32: Wir sprechen über Krisenszenarien die veränderte sicherheitspolitische Lage und warum Resilienz gerade hier in Hamburg so wichtig ist.

00:00:40: Wie bereitet sich eine Metropole wie Hamburg auf den potentiellen Ernstfall vor?

00:00:44: Wie lassen sich bestimmte Bedrohungsszenarier realitätsnah proben?

00:00:48: Wir können auch unternehmen, sich auf diese Betriebsführungen wie Stromausfälle oder Cyberattacken vorbereiten.

00:00:55: Überall das möchte ich heute sprechen und zwar mit dem Kommandeur des Landeskommandos Hamburg, das Kapitän zur See und in dieser Funktion.

00:01:04: Kurt Leonards ist unser wichtigster Ansprechpartner hier in Hamburg für die Zivile Verwaltung und die Wirtschaft der Freien und Hansestadt Hamburg.

00:01:10: Und heute auch ein Podcast für mich.

00:01:13: Ganz herzlich willkommen lieber Kurt!

00:01:15: In unserem Podcast freue ich mich sehr aufs Gespräch.

00:01:17: Danke schön Malte für die Einladung.

00:01:18: Ich bin sehr gerne hier.

00:01:20: Ja, schön klasse.

00:01:21: Du bist jetzt schon eine ganze... Wie lange ist es denn?

00:01:23: In Hamburg unter

00:01:23: zwei Jahren?

00:01:24: Genau aber hast du eine lange Marine-Laufbahn als Marienoffizier?

00:01:28: Ich habe seit dem Jahr die Bundeswehr in den Freigatten unterwegs.

00:01:34: Das ist auch ein beliebtes Thema.

00:01:35: aktuell und als Sagen, das kannst du ja mal ein bisschen unsere Hörerinnen und Hörern mitnehmen was für die eindrucksvollsten Erliebnisse in deiner Laufbahn waren ganz kurz zum Beispiel.

00:01:45: Ja also zuerst einmal ist es eine ganz normale Laufbahnen als Berufsoffizies, die gar nichts Besonderes ist.

00:01:51: Das bedeutet aber auch bei uns dass man zwanzig-zwanzig Mal versetzt wird alle zwei Jahre.

00:01:56: Es gibt so ein paar Konstanten.

00:01:58: Aber

00:01:58: in Hamburg bleibt es noch ein bisschen

00:01:59: länger?

00:01:59: Ja, da bleibe ich noch etwas länger jetzt aber es gibt so einen paar Konstanten und die eigentliche Konstante im Offizierberuf ist das Thema Führen.

00:02:08: Und das macht man an verschiedenen Orten, in verschiedenen Verwendungen wie wir das nennen.

00:02:15: Ganz zentral war natürlich für mich die dreizehn Jahre, die ich zur See gefahren bin und vor allen Dingen halt die Zeit als Kommandant der Frigate Köln und der Friggate Niedersachsen.

00:02:26: Dreieinhalb Jahre Kommandant war in vielen Einsätzen am Horn von Afrika, Anti-Piraterie-Operationen, Waffenembargo der UN, Embargo der EU vor der Küste Ex Jugoslawiens.

00:02:40: Gehör also zu der Generation in der Bundeswehr den ... die die ganzen Einsätze so von nineteeninzig bis zweitausendfünfzehn bestückt haben auf Maritima Seite.

00:02:53: Ja und dann wechselt man immer zwischendurch zwischen diesen Verwendung auf Kampfeinheiten und macht andere Dinge, ich war zweimal Referent im Verteidigungsministerium aber das Prägende ist eigentlich dieses Thema Führen als Kernaufgabe des Berufsoffiziers.

00:03:12: Das ist ja nicht die spannende Thema Führung, was bedeutet Führungen für dich in der Bundeswehr?

00:03:20: Wenn du es auch vergleichst mit anderen Institutionen aus der Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

00:03:26: wie blickst du da auf das Thema Führen?

00:03:28: Also zunächst mal glaube ich dass sich führen im Militärchen Zivilen gar nicht so sehr unterscheidet.

00:03:37: Man muss jetzt natürlich eine Vergleichbarkeit herstellen, die Bundeswehr ist eine große Organisation.

00:03:42: wenn man sie mit anderen großen Organisationen vergleicht glaube ich gibt es da sehr viel Parallelen.

00:03:49: das können sich Menschen die nicht bei Militär sind oft gar nicht vorstellen.

00:03:53: Ich durfte aber auch mehrmals Praktika machen in der freien Wirtschaft Auch im Medienbereich und habe immer gedacht Mensch okay bestimmte Dinge werden hier noch eindeutiger gesagt als beim Militär.

00:04:06: Also, ja man merkt ja schon wenn man Praktika macht dass es auch Abhängigkeiten gibt in Betrieben.

00:04:16: abhängigkeiten können auch ein bestimmtes Verhalten hervorbringen.

00:04:22: das will ich überhaupt nicht wehrten aber das war so für mich damals wahrnehmbar.

00:04:29: Also für mich ist Führen halt, hat so ein paar Perspektiven.

00:04:37: Ich glaube dass Menschen in Gruppen geführt werden wollen.

00:04:45: Dass Menschen sich vor allen Dingen aufregen wenn sie eine Führungserwartung halten haben und der Führende führt nicht.

00:04:53: Ich glaube, dass ein Kernpunkt jetzt nicht nur vorbildliches Verhalten und authentisches Verhalten ist.

00:05:01: Ein Kernpunkt ist das Verhältnis von Distanz und Nähe des Vorgesetzten zu seinen Leuten.

00:05:11: Wenn dieses Verhältnissen in einer Schieflage ist Also eine Nähe die zu groß empfunden wird.

00:05:19: Ist es nicht gut für das Führungsergebnis wenn der Abstand zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Soldatinnen und Soldaten zu hoch ist.

00:05:30: Ist das nicht gut für das Führungsergebnis?

00:05:33: Das eine ist so Verbrüderung – wir sind alle gleich!

00:05:37: Und das andere ist halt Abgehobenheit und Arroganz.

00:05:41: Der Führende muss vor allen Dingen eins mehr arbeiten als die, die er führt...

00:05:46: ...und die Verantwortung übernehmen….

00:05:47: …und dafür die Verantwortung Übernehmen.

00:05:51: Und da, glaube ich, gibt es ganz viele Parallelen zwischen großen Organisationen und auch militärischen Organisationen.

00:05:59: Ja spannend!

00:06:00: Vielleicht noch ein Unterschied wenn ich das sagen darf?

00:06:03: Ich glaube es gibt einen Unterschied.

00:06:06: Ich kann mir kaum einen anderen Beruf vorstellen in dem so systematisch Führung ausgebildet wird wie beim Militär weil das einfach auch ein sehr teures Unterfangen ist.

00:06:19: ja Und das kann, glaube ich so viel Zeit darauf zu verwenden.

00:06:25: Glaube ich ist in der freien Wirtschaft schwer vorstellbar.

00:06:29: aber der Offizieranwärter bekommt ja vom ersten Tag angesagt ... So jetzt führen Sie mal die Gruppe zum Essen.

00:06:35: Das ist der kleinste Auftrag und dann wird das ja... Dann ist man Offizieranwerter vom Dienst

00:06:41: usw.,

00:06:42: dann auf einmal steht man mit einundzwanzig vor vierhundert Leuten usw.. Das wird ja ganz systematisch durch das Gesamt Dienstleben durchgeführt mit Offizierausbildung, mit Stabsoffiziereusbildung und mit Admiralstabsausbildung.

00:07:00: Ich bin im Jugendlichen Alter von achtundvierzig Jahren noch mal zum NATO-Defense College nach Rom für sechs Monate geschickt worden nur um das Thema führen Leadership dort zu machen.

00:07:13: also ich glaube dass ist ein etwas Uniques beim Militär unglaublich viel auch zeitlich in das Thema Führungsausbildung investieren.

00:07:26: Ja, spannend!

00:07:26: Das ist glaube ich ein wichtiger Punkt in der Wirtschaft, dass man eben genau guckt führen und sozusagen auch mal die vom Sinn zu überzeugen, der sich hier bei der Bundeswehr auch stark ausgeprägt

00:07:36: ist.

00:07:37: Jetzt bist du seit zwei Jahren in Hamburg.

00:07:39: Da hat Hamburg eine besondere Beseitigung für dich, wir sind ja ein bisschen lokalpatriotisch.

00:07:44: Persönlich oder beruflich?

00:07:45: Wie sieht's aus wie du findest?

00:07:47: Ja also Hamburg hat es mir jetzt erstmal ganz leicht gemacht sich hier wohl zu fühlen.

00:07:54: das meine ich jetzt erst mal aus beruflicher dienstlicher Sicht weil Hamburg ja dadurch gekennzeichnet ist dass erstens in dieser schönen Stadt alles relativ nah beieinander ist.

00:08:08: Es ist eben kein Flächenstart, das bedeutet halt auch die verantwortlichen bestimmten Positionen kennen sich alle sehr schnell.

00:08:18: ja man hat also sehr schnell kurze Drahte.

00:08:22: Man merkt sehr schnell mit dem mit wem man sehr gut zielgerichtet arbeiten kann.

00:08:28: man merkt auch sehr schnell wo es ein bisschen anstrengender wird.

00:08:34: Das ist etwas Besonderes dabei.

00:08:39: Ich habe natürlich die Impulse nachzufragen, mit wem es ein bisschen anstrengender ist.

00:08:43: Ja,

00:08:43: ich erzähle dir jetzt erstens.

00:08:48: Von daher ist das etwas Besonders?

00:08:51: Das eigentliche was ich hier gelernt habe ist Hamburg hat einen Wohlstand größtes Pro-Kopf-Einkommen, da habe ich gelernt mehr als Bayern.

00:09:08: Und Hamburg hat ein Bewusstsein dafür das es über einen Wohlstand verfügt.

00:09:16: und dieses Bewusstsein wir haben hier ganz viel zu verlieren führt dazu dass man diesen Wohlstand auch schützen garantieren und absichern will.

00:09:30: Und dadurch wird es mir relativ leicht gemacht, über Sicherheitslage, sicherheitspolitische Lage, Bedrohungslage zu sprechen.

00:09:43: Weil die Verantwortlichen in Hamburg ein Interesse daran haben... diesen Wohlstand zu halten, weil es ihnen bewusst ist, dass man für Wohlstand Halten immer etwas tun muss.

00:09:58: Spannende Überleitung auch und wir können gleich drauf zu sprechen sozusagen was man tun muss und wie das ausgeprägt ist und warum das Hamburg vielleicht auch da für eine besonders exponierte Lage hat.

00:10:09: Vielleicht kannst du noch mal so ein bisschen erläutern was das Landeskommando Hamburg is und macht was der Auftrag ist Was der Operationsplan Deutschland ist und das wir mal gucken.

00:10:20: Also, das klingt natürlich irgendwie auch auch bedrohlich.

00:10:23: Wir sehen das, sagen wir einmal so ein bisschen als Lagebild noch zu beurteilen warum Operationsplan in Deutschland notwendig ist?

00:10:29: Und warum Hamburg welche Rolle Hamburg spielt oder was in Hamburg mit natürlich irgendwie Hafen-und Industriegebiet und so.

00:10:37: Aber wie

00:10:39: stellt sich wirklich die Sicherheits Lage da, ja.

00:10:43: Also was sieht man?

00:10:44: Wir haben viele Drohnen und dann leibt sich mit Sprengstoff- und Hybrideattacken und so... Wie hat sich das entwickelt?

00:10:52: seit Jahrzehn, zwanzig im Angriff auf die Ukraine?

00:10:54: Und also wie guckt ihr denn darauf?

00:10:57: Ja,

00:10:58: wir schauen da halt auf drei Länder vor allen Dingen.

00:11:01: Das eine ist China.

00:11:03: China hat mittlerweile die größte Marine in der Welt Hat einen ganz klaren Zielkatalog, was sie erreichen wollen.

00:11:15: Auch Vormacht im pazifischen Raum und zeigt immer mehr welche Ziele sie da hat ist sehr stark in Afrika unterwegs usw.

00:11:32: Und das führt dazu, dass halt das zweite Land auf das wir blicken ist.

00:11:35: Amerika sagt, liebes Europa wir schwenken den Blick zu Asien.

00:11:42: Pivot to Asia.

00:11:44: Völlig losgelöst von Präsident Trump.

00:11:47: Das hat Obama schon gesagt.

00:11:48: Liebes Europa ihr müsst zukünftig die europäischen Probleme alleine lösen.

00:11:54: Wir haben ein strategisches Thema im pazifischen Ozean und deshalb widmen wir uns diesem diesen Bereich zu.

00:12:07: ihr müsst selbstständiger werden.

00:12:09: und das dritte ist natürlich Russland.

00:12:11: Russland hat auf Kriegswirtschaft umgestellt, Russland rüstet enorm.

00:12:17: Fünfzig Prozent gehen davon in den Ukraine Krieg die anderen fünfzig Prozent ins Depot.

00:12:22: Die Depots wachsen an.

00:12:24: Russland sagt die größte Katastrophe des zwanzigsten Jahrhunderts war nicht der Überfall der Wehrmacht sondern war der Untergang der Sowjetunion als Weltpower.

00:12:38: Und diesen Bedeutungsverlust und das Streben nach diesem Russland ist wieder eine Super-Power, führt dazu dass wir sagen ab zwanzig neunundzwanzig wird Russland so weit hochgerüstet haben dass sie in der Lage sind, den Westen anzugreifen und diesen Westen angreifen.

00:13:04: Das muss jetzt nicht bedeuten, dass das Flächendeckend passiert sondern es kann gut sein, dass Russland da viel smarter vorgehen will.

00:13:13: Wir wissen, dass der amerikanische Chef des Geheimdienstes jetzt in Moskau war.

00:13:19: Ich wollte

00:13:19: gerade sagen wir sind jetzt hier im Sommer XXVI.

00:13:24: Aber noch so lange Zeit.

00:13:25: Ja,

00:13:27: das wissen wir nicht genau.

00:13:29: Die Bundeswehr hat bis jetzt immer gesagt Wir müssen damit rechnen dass bis zwanzig neun und zwanziger Russland in der Lage ist zum Beispiel ein kleines Land in den NATO anzugreifen.

00:13:42: Im Sinne, wir unter die russischen Bürger in Estland haben Russland um Hilfe gebeten.

00:13:53: Wir sind nicht hier, um die NATO anzugreifen sondern wir wollen nur... russische Bürger in Estland schützen, um dadurch natürlich den Spaltpilz in die NATO zu treiben.

00:14:06: Um dadurch zu erreichen dass die NATO nicht den Artikel fünf ausruft Bündnisfall sodass die Schwäche der NATO die Uneinigkeit der NATO offenbar wird.

00:14:22: und das könnte dann natürlich.

00:14:25: wenn diese Schwäche offenbar würde könnte das ein Anlass sein, dass China sagt so die Straße von Taiwan.

00:14:33: Die werden wir in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts lösen.

00:14:36: Das haben sie offiziell gesagt und dieser Zeitpunkt ist jetzt da wo die NATO besonders schwach aussieht.

00:14:42: Und dem will die NATO natürlich entgegenwirken indem man sagt jedes Land der NATO muss sich auf Dinge vorbereiten und wenn wir den Eindruck haben, Kurz davor ist ein NATO-Land anzugreifen, dann werden wir massiv Truppen verlagern aus dem Westen des NATO-Gebiets an die Ostflanke.

00:15:06: Und das ist der Operationsplan Deutschland bei Deutschland?

00:15:10: Genau, und dann müssen halt bis zu achthunderttausend Soldaten der NATO über viele Monate marschieren Richtung Baltikum.

00:15:20: Und das geht halt nur wenn sie durch dieses Transit-Land Deutschland gehen.

00:15:25: Das muss organisiert werden damit es funktioniert.

00:15:28: Es wird organisiert durch den Operationsplan Deutschland Und dann hat jedes Bundesland da eine andere Aufgabe.

00:15:38: Und die Aufgabe des Landeskommandos Hamburg ist es, dem Senat Hamburg als Gesprächspartner zu dienen was dieser Aufmarsch der Nato Streitkräfte für Hamburg bedeutet im Gegensatz zu Baden-Württemberg zu Rheinland-Pfalz oder zu Thüringen.

00:15:55: Ja und wenn wir das dann sehen aber dann kommen wir quasi.

00:16:00: Operationsplan Deutschland heißt, es gibt eine Bedrohung da im Osten und das muss militärisch organisiert werden.

00:16:07: Bundeswehr wäre da.

00:16:08: Wir bewochten ja auch sich der Wirtschaft.

00:16:11: Er hat Sabotage-Akt, Cyberattacken, Hybridattacken.

00:16:16: Da brennt mal wieder eine Böschung an der Bahn.

00:16:19: Man weiß nicht genau was ist und dann gibt's da einen Drohenüberflug und irgendwie große Verunsicherung da... fährt wie ein Schiff gegen die Brücke oder aus den Kabel kaputt.

00:16:31: Das sind ganz viele Sachen, erst mal in so einem Kontext.

00:16:33: Es heißt also Verunsicherung, hybride Bedrohungslagen, die kommen für die Wirtschaft natürlich ganz besonders.

00:16:42: Wie

00:16:43: guckt ihr als Landeskommando auf Hamburg?

00:16:46: Wie sehr ist Hamburg im Fokus?

00:16:48: Hafen größter Industriegebiet Deutschland zusammenhängend, der breit aufgestellt.

00:16:58: Also zuerst mal würde ich sagen, wir bezeichnen das immer so.

00:17:03: Deutschland ist nicht im Krieg, aber wir sind eben auch nicht mehr im Frieden.

00:17:07: Und diese ganzen hybriden Attacken die du schon aufgezählt hast, die sind eben da!

00:17:13: Im Jahre zwanzig vierundzwanzig gab es über sechzehn Hybride-Attacken in Deutschland.

00:17:19: Zwanzig, vierund zwanzige Anschlagspläne auf den CEO von Rheinmetall.

00:17:25: Von der Firma Diehl ist eine Halle in Brand geraten in Berlin.

00:17:29: Das waren alles Anschläge Trinkwasser Kontamination.

00:17:33: in Köln waren Luftwaffenkaserne dort, wo die Bundesregierung ihre Flugbereitschaft hat.

00:17:40: Die unmittelbar vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg und der Bundestagswahl gab es Low-Cost Agents, die Verbrennausprofe mit Bauschaum flächenweit in Deutschland verstopft haben Aufkleber mit grünen Inhalten verteilt haben, während die Grüner

00:18:02: usw.,

00:18:03: weil sie die Grüne Partei diskreditieren wollten vor der Bundestagswahl.

00:18:09: Vor der Bürgerschaft.

00:18:12: Das findet also alles statt.

00:18:15: und Anfang des Monats vor drei Wochen drei Drohnen auf dem Leipziger Flughafen eine hatte militärischen Sprengstoff das zweite Inzidenz bei DHL in Leipzig.

00:18:29: vor anderthalb Jahren gab es schon mal eins.

00:18:32: Also das heißt, die Hybridenattacken finden statt.

00:18:34: und wenn du jetzt nach Hamburg fragst dann schau ich auf Hamburg so.

00:18:40: Dieses Thema Sicherheitslage und Operationsplan Deutschland hat eben eine Medaille mit zwei Seiten.

00:18:47: Das eine ist welche Rolle spielt Hamburg?

00:18:51: im Operationsplan Deutschland quasi beim Aufmarsch der Streitkräfte.

00:18:57: Und die andere Seite ist, wie eignet sich das Bundesland Hamburg für hybride Attacken?

00:19:04: Und da würde ich mal so formulieren in Flächenländern, die eignen sich natürlich für Kolonnenfahrten und so weiter ganz besonders... Aber ein Stadtstaat, wo so viel Industrie und so viel Wirtschaft der Hafen, der Flughafen in einer Stadt versammelt sind ist natürlich das ideale Ziel für hybride Aktion.

00:19:30: Und deshalb sehen wir jetzt schon Drohnenaktionen in Hamburg.

00:19:39: Deshalb müssen wir uns fragen, warum brennt eigentlich ein Lkw von einem russischen Fahrer gesteuert immer unter einer S-Bahnunterführung und nicht auf dem Parkplatz?

00:19:54: Ist Hamburg ein ideales Ziel für hybride Attacken?

00:19:59: Und da sage ich, ja bei meiner Einschätzung ist das sich ein Stadtstaat aus der Sicht dafür mehr eignet sozusagen als ein Flächenstaat.

00:20:08: Deshalb glaube ich müssen wir uns darauf vorbereiten dass diese Dinge zunehmen in Hamburg

00:20:13: und das sind natürlich genau mitten drin auch hier im Thema Militärisch.

00:20:19: Logistik hat natürlich dann im Krisenfall Vorrang.

00:20:22: Aber diese hybriden Sachen, wie wir es auch in Berlin gesehen am Anfang des Jahres ist ja ein Prinzip der Strom war weg, aber jetzt einen Terroranschlag und das ist im Prinzip für den Unternehmen auch egal warum sozusagen der Strom weg ist, aber er ist nicht da.

00:20:33: Und insofern würde ich gerne nochmal so ein bisschen... Ihr beratet euch vor, ihr übt ihr.

00:20:41: Ihr habt die RedStorm Alpha Bravo und jetzt Charlie Reibn dabei.

00:20:46: was da bürt dich dahinter?

00:20:46: Also im September auch wieder wahrscheinlich das Stadtbild prägend hier in Nuremberg.

00:20:50: Ja also die Red Storm Übungsserie ist einmal die Antwort auf die Frage nützt es wenn wir Pläne machen?

00:20:59: reicht das aus?

00:21:01: Antwort nie.

00:21:02: man muss Plänen üben, man muss in die Praxis gehen um wirkliche Erfahrungen zu machen.

00:21:09: Das ist das eine und das andere.

00:21:11: Die Red Storm Übungen sind zivilmilitärische Awareness-Übungen.

00:21:20: Also wir können die Dinge, die wir bei Red Storm als mit unseren Soldatinnen und Soldaten üben.

00:21:27: Auch auf dem Truppenübungsplatz in Munster üben ja?

00:21:31: Da kann man Kolonnenfahrten üben oder da kann man Dronenabwehr üben.

00:21:36: Das geht auch alles um den Truppen-Übungsplatz.

00:21:38: Dann musste ich auch früher.

00:21:41: Aber hier in unserem Stadtstaat in Hamburg ist das Ziel ein Bewusstsein zu schaffen dafür dass es eine Bedrohungslage gibt und das wir uns resilienter aufstellen sollten.

00:21:57: Und, dass wir uns resilienter aufstellen können.

00:22:00: Dass wir da sehr viel machen können.

00:22:03: Deshalb ist das für mich was ganz Entscheidendes, dass unsere Red Storm-Übungen zivilmilitärische Awareness Übungen sind.

00:22:15: Und wie letztes Jahr haben wir halt gemerkt ... dass die Bevölkerung darauf reagiert und zwar für uns tatsächlich überraschend im Maße sehr positiv reagiert.

00:22:31: Wir hatten sehr viele Unterstützer, wir hatten Menschen, die nachts um ein Uhr am Straßen anstanden und wir fuhren damit sechzig-siebzig Militärfahrzeugen durch die Stadt und sie haben applaudiert.

00:22:46: Soldatinnen und Soldaten berichten mir, dass sie morgens aus der Bäckerei kamen.

00:22:50: Und eine Fünfzehn-Meterschlange da war, weil alle ihre Brötchen fürs Familienfrühstück abholten.

00:22:58: Und die Menschen in der Schlange sagten hier, die Soldaten entfleckt haben geht ihr mal vor.

00:23:03: Ihr nehmt an dieser wichtigen Übung teil.

00:23:05: Ja?

00:23:06: An der Tankstelle hieß es hier ... Die Soldaten können als Erstes bezahlen.

00:23:10: Sie haben keine Zeit heute.

00:23:11: Ähm das ja, äh das war ... Das war für uns wirklich ein ganz wichtiges Zeichen, wie steht die Bevölkerung dazu?

00:23:23: Und ich glaube schon so bekomme ich das sehr oft reflektiert.

00:23:28: Dass viele Menschen in Hamburg sagen es ist gut wenn wir unsere Resilienz prüfen und üben und dass die Bundeswehr nicht alleine

00:23:39: macht.

00:23:42: Genau, das Hinarien jetzt.

00:23:43: Also einfach bravo Charlie.

00:23:45: was steht wirklich an?

00:23:47: Ja

00:23:47: also das was wir üben ist dass wir in Planungskonferenzen uns überlegen wie können wir Schnittstellen herstellen?

00:24:00: Bundeswehr und zivile Welt übt zusammen.

00:24:04: Wie können wir das machen bei der Feuerwehr?

00:24:06: Bei der Polizei, wie können wir es machen beim Roten Kreuz, beim Joanita usw.

00:24:12: Und vor allen Dingen... im Wirtschaftsstandort Hamburg mit der Wirtschaft.

00:24:18: Das heißt also, weil die Wirtschaft für Wohlstand sorgt und Hamburg Wohlstand zu verlieren hat und es ist ein sehr großes Bewusstsein dafür gibt.

00:24:30: wir müssen diesen Wohlstände schützen und deshalb bin ich natürlich absolut dankbar, wie die Hamburger Wirtschaft auf dieses Übungsangebot reagiert.

00:24:42: Wie die Handelskammer mit Red Storm Business hier nochmal ein völlig neues Kapitel aufschlägt.

00:24:51: und die Besonderheit jetzt von Red Storm Charlie in vier Wochen ist halt das weniger Soldaten in diesen drei Tagen unterwegs sind als Menschen, die in Zivil gekleidet sind oder in Feuerwehruniformen, in Malteser-Uniforme gekleitet sind.

00:25:10: Aber vor allen Dingen bei der Wirtschaft sich Gedanken darüber macht wie können wir resilienter werden?

00:25:18: Was ist wenn es heißt Der Strom fällt aus?

00:25:25: gibt es eigentlich so eine Alarmierungskette in meinem Unternehmen.

00:25:30: Habe ich ne Abkömmlichkeitsliste in meinem Unternehmen, hab' ich Vorbereitung

00:25:35: getrafft?

00:25:36: Wer ist denn weg und muss helfen?

00:25:37: mit einer öffentlichen Organisation oder der Bundesjahrheitsarist?

00:25:41: Ja!

00:25:41: Und wer isst vielleicht sogar... Reservist der Bundeswehr, in der Freiwilligen Feuerwehr und noch im THW.

00:25:49: Diese Doppel- und Dreifachasignierung gibt es auch.

00:25:54: Das möchte ich wirklich nochmal sagen.

00:25:58: Wirklich sehr dankbar dafür wie systematisch die Handelskammer hier Redstone Business aufgestellt hat und ein Angebot gemacht hat an die akkreditierten Firmen.

00:26:12: Handwerkskammer möchte ich hier nicht vergessen.

00:26:14: Ist ja ganz wichtig, Unternehmensverband Nord ist dabei.

00:26:19: Genau.

00:26:21: Also vielleicht noch mal kurz irgendwo den Dank freuen wir uns.

00:26:24: rüber können zurückgeben weil ich glaube diese Red Storm Übung ist aber eine wunderbare Plattform und was zu zeigen was es ist sensibilisiert.

00:26:32: Das hast du eben gesagt und die Idee war eigentlich auch aus der Zusammenarbeit.

00:26:37: und sagen die Bundeswehr öffnet sich ja auch stark in die Gesellschaft rein und zur Wirtschaft.

00:26:42: Und der Wirtschaft ist sehr bewusst, was auf dem Spiel steht um Erleben, Cyberattacken und alles, was damit verbunden ist.

00:26:50: Dementsprechend ist das eigentlich nur die logische Erweiterung, dass man mit ... auch Plattformen angedockt, Redstone-Business Unternehmen einlädt sozusagen Krisenvorsorge zu üben.

00:27:00: Aber niedrigschwellig und sich Gedanken überzumachen.

00:27:03: und ich finde da ist sozusagen der Impuls auch genau eine Richtige den wir gerne verlängern.

00:27:09: Und genau das ist das was wir uns auch immer gewünscht haben dass bei Red Storm die Bundeswehr ein Player ist, aber nur einer von vielen.

00:27:22: Weil es geht ja um das Thema gesamtstaatliche Verteidigung und dabei muss man dann berücksichtigen in einem solchen Verteidiungs-Szenar.

00:27:35: Ist die Bundeswehre im Baltikum?

00:27:37: Ist die im Nordatlantik und in der Ostsee.

00:27:45: Das heißt, gesamtstaatliche Verteidigung auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland findet ganz viel ohne Bundeswehr statt weil die Bundeswehr als erstes ins Baltikum verlegt.

00:28:01: Die Bundeswehr wird schneller im Baltikum sein als kanadische Streitkräfte oder portugiesische Streitekräfte, einfach weil wir viel näher dran sind.

00:28:10: das heißt gesamtstaatliche Verteidigung funktioniert eben nur mit ziviler Beteiligungen.

00:28:19: Damit sind Sicherheitsorgane gemeint, aber damit ist natürlich auch die Wirtschaft gemeint.

00:28:24: Und deshalb muss sich die Wirtschaft auch in allererster Linie selbst schützen.

00:28:29: Ja und ich glaube das ist immer ein wichtiger Punkt, diese Deutlichkeit dahinter zu sagen also die Bundeswehr ist woanders oder hat auch gar nicht den Möglichkeit bei Hybridenattacken aus dem Unternehmen, Cyberattacken im Unternehmen zu schützen.

00:28:44: Das ist ja auch gar nichts der Auftrag.

00:28:47: Aber wenn der Strom ausfällt, ist natürlich Katastrophenschutz.

00:28:51: Ländersache wie Innenbehörde und alle Behörden spielen hier dann eine Rolle in diesem Katastrophe-Schutz.

00:28:55: Auch da ist ein Bewusstsein für notwendig.

00:28:58: aber wir sagen Unternehmen auch immer naja im Zweifel muss man sich selbst helfen.

00:29:03: ja und gucken mit seinen Nachbarn.

00:29:05: und kleine dezentrale, es gibt nicht die zentrale Einheit die alles koordiniert und entscheidet.

00:29:09: das geht gar nicht in so einer Situation sondern die Resilienz entsteht durch kleine Netzwerke die sich sozusagen selbst schützen.

00:29:15: Und das ist also hochspannend, wenn man das auch sieht wie andere Länder in Finnland zum Beispiel auch mal euer Tipp sich anzugucken und damit umgehen.

00:29:23: Die haben genau diese dezentrale Marzellenstruktur vielleicht belästet im Beruf zu nehmen die sich selbst schützen können und das machen wir.

00:29:31: Das ist wiederum dann eben ein wichtiger Beitrag zur gesamtgesellschaftlichen Verteidigungs- und Widerstandsfähigkeit.

00:29:37: Das kann ich nur unterstützen und ich weiß ja auch dass die Handelskammer eine Reise zu Unternehmen in Finnlands gemacht hat.

00:29:45: Ich kann das von militärischer Seite nur genauso widerspiegeln, unmittelbar.

00:29:49: Bevor ich hier Kommandeur wurde durfte ich noch in der Ostsee ein Manöver-Verband leiten mit zehn Booten aus acht verschiedenen Ostseeländern.

00:30:01: wenn man sich dann mit Menschen in Litauen oder mit schwedischen Kommandanten, mit finnischen Offizieren und Soldaten aus Estland unterhält Da hat natürlich jede Familie zuerst mal ihr Paket zu Hause.

00:30:19: neben dem Feuerlöcher, wie wir den zuhause haben.

00:30:22: Steht da halt auch ein großes Regal mit aufgeladenen Akkus, mit Trinkwasser, mit Nahrung für ein paar Tage übrigens mit Bargeld ja?

00:30:35: Weil das erste was hier ausfallen wird bei einem Stromausfall ist die Cash Machine und man kann das Handy nicht mehr aufladen.

00:30:43: Wir vergessen ja, dass es vor anderthalb Jahren einen großen Stromausfall in Spanien und Portugal gab.

00:30:49: Und die Nahrung war noch auf den Märkten in der Stadt vorhanden aber die Menschen hatten kein Bargeld um sie zu kaufen.

00:30:59: Da sind uns wirklich die Osteuropäischen Länder, Mittel-Osteuropäischen Ländern sehr voraus, und das gilt glaube ich für's Militärgeldes.

00:31:14: Und es gilt auch für die Firmen.

00:31:16: deshalb kann nicht nur jeden der zweifelt einladen macht bitte Urlaub in den schönen baltischen Ländern in Polen oder in Finnland oder in Schweden?

00:31:25: Ja da

00:31:26: lernt man einiges.

00:31:28: Oder man fährt nach Berlin und spricht mal mit dem Unternehmen.

00:31:30: da haben wir ja auch gemacht sozusagen die Anfang des Jahres diese Stromausfall hatten und das sind ja wirklich praktische Probleme was passiert auch mit den Lebensmitteln beim EDK, wenn keine Kühlung funktioniert und diese ganzen Fragen da eben auch sozusagen Hilfe zur Selbsthilfe zu machen.

00:31:47: Und das ist das positive Situation, dass natürlich dann andere Unternehmen ihre entsprechenden Sachen zur Verfügung gestellt haben.

00:31:52: Das heißt sich super bewusst zu machen wo sind meine Abhängigkeiten?

00:31:55: Wo kann ich im Zweifel nochmal jemanden anrufen der das macht?

00:31:58: Das ist eigentlich ganz wichtig.

00:31:59: aber der Appell geht auch an die Behörden.

00:32:01: Es war auch ein Learning aus Berlin, dass die einzelnen Behörde Wir haben eine Katastrophenschutzbehörde, die ist zuständig.

00:32:10: Aber selbstverständlich hat jede weitere Behörde die Zuständigkeit für Verkehr ein.

00:32:16: für Arbeits-, Energieversorgung, Trinkwasserversorgungen.

00:32:19: Die Zuständigkeiten gehen ja weiter.

00:32:21: in so einem Fall und das ist eigentlich auch noch mal wichtig, dass man eben da nichts sagt es gibt eine zentrale Instanz, Krisenstab geht's aber die Zuständigkeit und Verantwortlichkeiten bleiben mir unberührt.

00:32:32: Ja, ich kann dazu wirklich sagen hier in Hamburg erlebe ich da ne große Offenheit der Behörden.

00:32:40: Wir stehen im Grundsatz mit allen Behörden von allen Senatoren und Senaturen in Kontakt, eine große Offenheit.

00:32:49: Mit der Bundeswehr darüber zu sprechen sich auszutauschen gemeinsame Pläne zu machen.

00:32:54: Ich möchte mal ein Beispiel nennen diejenigen, die in Hamburg sich zuständig fühlen für vulnerable Gruppen Menschen mit Beeinträchtigung ältere Menschen usw.

00:33:08: Die sind ganz früh auf uns zugekommen, können wir uns mal mit der Bundeswehr unterhalten über Bedrohungslage und so weiter.

00:33:15: Was ist vorstellbar?

00:33:16: Weil ... Wir haben vulnerable Gruppen.

00:33:19: Wenn da der Strom ausfällt hat das nochmal ganz andere Auswirkungen.

00:33:24: Und da kann ich nur sagen in Hamburg bin ich sehr dankbar dafür wie groß die Bereitschaft ist dieses Thema zu setzen.

00:33:34: Gut, dass du das sagst.

00:33:35: Das freut mich auch, weil es ist die Anschlussfrage.

00:33:37: Man sagt wir erleben das auch und sagen, dass es hier sozusagen wirklich einen großen Bewusstsein gibt.

00:33:42: Die kurzen Wege, die wir angesprochen haben wo, die machen sich da bezahlt ja.

00:33:47: Ja ich habe jetzt vor allem auch die Erfahrung quasi aus Berlin mit geschildert, um wieder in die Zuständigkeiten und wie auch dann klar geregelt sein müssen und dass man einfach vernetzt unterwegs ist und das vorher weiß, das ist glaube ich ein wichtiger Faktor.

00:34:01: Jetzt aber die Frage, was du mir angedeutet... Offenheit ist da, man bereitet sich vor.

00:34:05: Man guckt wie ist deine Einschätzung?

00:34:07: Wie gut wäre Hamburg auch so was vorbereitet aus einem Krisenfall?

00:34:11: Ich glaube Hamburg ist wirklich unterwegs.

00:34:13: ich glaube Hamburg wird von Jahr zu Jahr besser.

00:34:19: Ich kann nur das beurteilen über worüber ich wirklich einen Überblick habe.

00:34:25: Und wenn ich nochmal hier dieses Angebot der Red Storm Übungen anbringen darf, in diesem Jahr sind wir quasi überrollt worden von Anfragen der Beteiligung bei Redstorm Charlie.

00:34:43: Im letzten Jahr hatten zwölf Organisationen, die mit uns zusammengearbeitet haben.

00:34:48: In diesem Jahr sind es sechzig Organisationen und dabei sind die zwei Hundert Firmen, die mir der Handelskammer zusammenarbeiten bei Redstone Business noch nicht drin.

00:34:59: Ja?

00:34:59: Sondern Sechzig Entitäten ... Und so haben wir Szenare entwickelt über drei Tage, wo wir ... Handlungsbedarf oder Unfälle im Kontext der Deutschen Bahn thematisieren, wo wir den Flughafen mit integrieren in Szenare.

00:35:28: Hamburger Polizisten verlegt werden, wie wir das bei Militär nennen mit Bundeswehrhubschraubern.

00:35:35: Also überall wo es Schnittstellen geben kann in diesen Fragen der gesamtstaatlichen Verteidigung haben wir in diesem Jahr von Hamburgern Angebote gemacht bekommen können wir nicht mitmachen.

00:35:49: Wir schlagen Folgendes vor und wir haben jetzt schon Anfragen von bestimmten Organisationen auch von Behörden die sagen, Mensch wir haben es dieses Jahr nicht geschafft können wir einen Beobachter ins Manöver schicken damit wir bei Red Storm Delta auch mit dabei sind.

00:36:07: Deshalb glaube ich Hamburg ist unterwegs, Hamburg hat verstanden das Handlungsbedarf ist und ich kann eine Menge an Gesprächspartnern in Behörden aber auch in der freien Wirtschaft aufzählen die mit uns gemeinsam dieses Thema angehen wollen.

00:36:26: Das stimmt optimistisch und das eben kurz mal einen fließen lassen.

00:36:30: Wir haben bei RedStorm Business zwei Unternehmen, die sich angeschlossen haben und das Szenario Stromausfallunternehmen üben.

00:36:38: Und es ist auch niedrigschwellig.

00:36:39: Es heißt nicht dass man jetzt wirklich den Strom den ganzen Tag abstellen muss in die Produktion unterbricht.

00:36:44: aber wir haben ja noch ein bisschen Zeit.

00:36:45: also es gibt noch Möglichkeiten sozusagen mitzumachen.

00:36:48: das sind vielleicht noch die die Zweiundfünfzig oder dreieinhalb Unternehmen erreichen, die gerne mitmachen dabei.

00:36:53: insofern nochmal kleiner Werbeblock die auf die Seite hier zu gucken und gerne anzumelden, uns anzusprechen und dranzukommen.

00:37:00: Und diese Möglichkeit zu nutzen auch im Netzwerk im Verbund sich dazu auszutauschen.

00:37:09: Spannenden Überblick von der geopolitischen Situation, konkreten Bedrohungslage für Hamburg.

00:37:14: Was es dann bedeutet aber auch die in den Blick nach vorne.

00:37:17: Übung ist schon unterwegs man ist hier dabei und das stimmt ja auch ganz demistisch.

00:37:22: eine Offenheit ist da bei dieser Podcast heißt Hamburg-Zwanzigvierzig also drüben haben wir natürlich nochmal den Blick jetzt nach nach vorne sozusagen wie Resilient ist Hamburg denn bis zum Beispiel sind wir gut vorbereitet auf die Herausforderungen.

00:37:39: Siehst du Hamburg dann in vierzehn Jahren.

00:37:42: Ja, natürlich wenn man jetzt anderthalb Jahrzehnte vorausblickt muss man Dinge nennen wie Digitalisierung, wie künstliche Intelligenz und auch eine Sicherheit im Umgang mit diesen Dingen.

00:38:00: Ähm, ähm ... Hybride-Angriffe werden zunehmend.

00:38:04: Darf

00:38:05: ich überzeugen?

00:38:05: Deshalb müssen wir uns darauf noch mehr vorbereiten.

00:38:09: Ich glaube aber auch dass diejenigen, die jetzt nur nach Drohnen abwehr und nur noch nach KI und digitaler Sicherheit rufen das auch nicht richtig.

00:38:20: Wir brauchen ein Mix aus ... quasi soft und harten Sachen, sowohl die Bundeswehr oder ich bin Marine-Offizier.

00:38:31: Die Marine braucht auch zukünftig Schiffe, U-Boote, Flugzeuge, die zusammen mit Drohnen, mit künstlicher Intelligenz

00:38:39: usw.,

00:38:40: eingesetzt werden.

00:38:41: Und dir gerne bauen wir hier in Hamburg und morgen Geburtwände?

00:38:43: Ganz viel wird davon auch in Hamburg gebaut vor allen Dingen wenn es um graue Schiffe geht aber auch in anderen Küstenbundesländern.

00:38:52: Deshalb glaube ich, man muss natürlich im digitalen und im KI-Wesen sich fit für die Zukunft aufstellen.

00:39:02: Aber ich glaube wir brauchen auch Hardware.

00:39:05: aber das Wichtigste ist dass wir gemeinsam ein Bewusstsein entwickeln.

00:39:12: es ist Handlungsbedarf und wir müssen investieren.

00:39:15: Die Bundeswehr hat sich auf dem Weg gemacht.

00:39:21: Die Bundeswehr hat finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt bekommen, die wir Soldatinnen und Soldaten uns vor ein paar Jahren gar nicht vorstellen konnten.

00:39:34: Es sieht so aus dass ab dem Jahr zwanzig-zwanzig der deutsche Verteidigungsetat so groß ist wie der französische und der britische zusammen, nur mal um ein Verhältnis darzustellen auf welchem Weg sich die Bundeswehr befindet.

00:39:50: Dafür gibt es gute Gründe.

00:39:52: Die Gründe sind dass es erstens von Amerika eine ganz klare Erwartungshaltung gibt das Europa sich selbstständiger aufstellt Aber zum Zweiten auch, vor allen Dingen wenn man in Ländern östlich von uns unterwegs ist.

00:40:11: Es gibt ganz klar eine Erwartungshaltung an Deutschland übernehmt Verantwortung.

00:40:17: Es gibt nicht in meiner Wahrnehmung mit meinen Auslandserfahrungen, die ich habe es gibt nicht die Furcht vor Deutschland sondern es gibt die Fucht dass sich Deutschland zu wenig engagiert und das haben wir natürlich.

00:40:34: den letzten Zwanzig Jahren waren wir ja beim Verteidigungs-Eta, waren wir relativ immer am unteren Ende.

00:40:46: Eins Komma Null Fünf Null Acht Prozent während Frankreich Großbritannien immer über zwei hatte.

00:40:55: diese Zwei Prozent Verteilungsmarke war ja ein großer Streitpunkt in der In der NATO und auch im Vorwurf der Amerikaner Deutschland.

00:41:06: und da hat sich jetzt eine Änderung eingestellt.

00:41:10: Und wir brauchen aber in der gesamten Bevölkerung ein Verständnis, ein Bewusstsein dafür kann es auch Awareness nennen dass wir das nicht grundlos machen sondern dass es ganz klare Erwartungshaltungen gibt.

00:41:26: ich glaube auch dass wir europäischer werden müssen um transatlantischer, noch mehr wahrgenommen zu werden.

00:41:34: Also je mehr wir in Europa zusammenarbeiten, desto mehr wären wir auch in USA akzeptiert.

00:41:43: und bei der Europäischen...

00:41:45: Ich glaube ein wichtiger Punkt.

00:41:46: Europa ist die Antwort für die Wirtschaft als Einheit zwischen China und USA nicht zerrieben wird, wenn man so klein ist oder wirklich selbstbewussten Pol auch darstellen kann.

00:41:59: Das ist, glaube ich, wirwirtschaftlich aber sicherlich auch aus der Verteidigungssusichtspunkten und einem Thema der Stärke.

00:42:05: Hast du noch einen Wunsch?

00:42:09: Wenn du mal sagen kannst so wie kriegen das hin?

00:42:12: Wir haben jetzt sozusagen diese Bedrohung oder übrigen Situationen nebenzu.

00:42:17: Hast Du einen Wunsch an Hamburg?

00:42:19: Das würdest du da loswerden.

00:42:22: Ich würde mir wünschen dass wir den Weg der Diskussion über gesamtstaatliche Handlungsbedarfe in der Verteidigung fortsetzen.

00:42:37: Weil ohne ein Bewusstsein für diese Frage können wir uns nicht resilienter aufstellen, die Menschen müssen es wollen, davon überzeugt sein, dass wir den Wohlstand, den wir haben nur halten können wenn wir jetzt aktiv werden.

00:43:01: Aktiv werden im Resilienzaufbau unserer Strukturen unsere Behörden unserer Bundeswehr unserer Wirtschaft und wenn wir diesen diese Debatte weiter führen können dann ist glaube ich die wichtigste Voraussetzung da

00:43:19: Den Wunsch können wir, glaube ich, befördern und erfüllen.

00:43:22: Dass wir die Debatte weiterführen und vielleicht letzte Frage noch unsere Zuhörerschaft geprägt aus vielen Unternehmerinnen und Unternehmern haben.

00:43:31: Hast du noch eine zentrale Botschaft an den vielen Unternehmen zuhören?

00:43:38: Ich bin selbst der Sohn eines Unternehmers.

00:43:42: Bei uns zu Hause hieß es immer Selbst und Ständig, das heißt Selbstständigkeit.

00:43:48: Das war ein kleines Fuhrunternehmen, eine kleine Expedition die mein Vater Anfang der Sechziger Jahre gegründet hat.

00:43:55: Mein Bruder hat sie übernommen.

00:43:57: Dadurch bin ich dadurch geprägt dass Familienleben wird um das Firmenleben herumorganisiert wie auf dem Bauernhof.

00:44:07: Selbst und ständig ist das, was Unternehmertum ausmacht.

00:44:14: Und ich erlebe eine hohe Bereitschaft der Hamburger Unternehmen mit der Bundeswehr in den Diskurs zu treten.

00:44:24: Und dieser Diskurs ist schon längst lebendig unterwegs Und wenn wir so unvoreingenommen, wie wir es zur Zeit tun, weiter die Debatte befördern können.

00:44:37: Was ist jetzt zu tun?

00:44:39: Wäre ich sehr dankbar!

00:44:40: Das ist doch ein wunderbares Schlusswort und ich glaube das würden wir gerne befördern.

00:44:46: den Dankkommunit zurückgeben für die Offenheit, für die wirklich ausgezeichnete Zusammenarbeit.

00:44:50: Das sind wirklich kurze Wege, die man hier dann mit hat und ich denke da ist auf einem guten Weg nicht nur... in der Debatte, sondern auch im Tun vorbereiten und das stimmt uns dann auch wirklich optimistisch.

00:45:05: Insofern sage ich ganz herzlichen Dank für das ausführliche und spannende Gespräch und die vielen, vielen Einblicke.

00:45:10: lieber kurz und sozusagen wirklich für deine Bereitschaft immer wieder offen in diesen Diskurs zu gehen.

00:45:16: Das finde ich wirklich großartig.

00:45:17: Vielen Dank mal, Tim!

00:45:19: Danke für die gute Zusammenarbeit mit der Handelskammer.

00:45:21: Wunderbar, oder?

00:45:22: Das war unsere heutige Folge zum Thema Krisenszenarien und Resilienz der Wirtschaft!

00:45:26: Vielen Dank an Kapitän zur Seekurt Leonards für die spannenden Einschätzung und vielen dank an euch liebe Zuhörerinnen und Zürer, wenn euch die Folge gefallen hat dann erzählt es gerne weiter und abonniert unseren Kanal und lasst am besten auch gleich noch eine Bewertung da.

00:45:40: ihr könnt auch gerne mich persönlich erreichen über die Social Media Kanäle und schickt mir Fragen die Links wie immer in den Show Notes.

00:45:48: Ja, freu mich wenn ihr nächste Mal mit dabei seid und wir zur nächsten Folge über die Zukunft Hamburg

00:46:04: sprechen.