Dr. Nicole Schilling (Bundeswehr): Neue Bedrohungslage – Warum Sicherheit jetzt auch Wirtschaftssache ist
Shownotes
Hybride Bedrohungen, Cyberangriffe, geopolitische Spannungen – Sicherheit ist längst kein abstraktes Thema mehr, sondern Realität für Wirtschaft und Gesellschaft.
Dr. Nicole Schilling kennt diese Entwicklung wie kaum jemand. Als Stellvertreterin des Generalinspekteurs der Bundeswehr und ranghöchste Soldatin in der Geschichte der Bundeswehr spricht sie im Podcast darüber, wie sich die Welt gerade grundlegend verändert – und warum die Grenzen zwischen Frieden, Krise und Konflikt immer mehr verschwimmen.
Doch was bedeutet das alles eigentlich für Unternehmen?
Sie spricht über…
- eine Sicherheitslage, die komplexer und gefährlicher ist als noch im Kalten Krieg – durch hybride Bedrohungen und globale Vernetzungen
- die Rolle der Wirtschaft: Warum Unternehmen ihre Resilienz stärken müssen
- ein überraschendes Signal: Warum das Interesse junger Menschen an der Bundeswehr aktuell deutlich steigt
Was bedeutet das für Hamburg als Standort? Und wie können Unternehmen ihre Handlungsfähigkeit auch unter Druck sichern?
Habt Ihr Feedback zum Podcast oder Fragen an Malte? Dann schreibt uns gern an hamburg2040@handelskammer-hamburg.de oder kontaktiert uns über Instagram: @hk_hamburg.
Transkript anzeigen
00:00:20: Hallo, liebe Hörerinnen und Hörern.
00:00:21: Herzlich willkommen zu unserer neuen Podcast-Folge Hamburg, wie wir künftig leben und wovon.
00:00:26: ich bin Malte Heine, Hauptgeschirrtsführer der Handelskammer und möchte heute mit unserem heutigen Gast sprechen über Sicherheit und wie sich die dynamische geopolitische Lage auch auf Hamburg und unsere Wirtschaft auswirkt.
00:00:39: ein Thema was mich persönlich interessiert aber für alle für uns hier besonders relevant ist die Situation in Deutschland und bei uns in Hamburg hat es sich in den vergangenen Jahren Signifikant verändert und kaum jemand könnte uns darüber besser berichten, als unser heutiger Gast auf den ich mich verwirrte.
00:00:54: Ich freue mich sehr.
00:00:56: Sie ist General Oberstabsarzt und begann ihre Laufbahn im Jahr three-neunzig an der Sanitätsschule der Luftwaffe in Giebelstadt.
00:01:03: Später war sie in Afghanistan und Bosnien ein Herzegovina am Einsatz.
00:01:06: Sie fungierte unter anderem als Chefärztin des Bundeswehrkrankenhauses in Westerstehle und war zuletzt Abteilungsleiterin für Einsatzbereitschaften Unterstützung Streitkräfte Verteidigungsministerium.
00:01:18: Seit August twenty-fünfundzwanzig bekleidet sie das Amt der Stellvertreterin des Generalinspektors und damit die zweithüchste Funktion innerhalb der Truppe, ist außerdem Beauftragte für Reservisten oder Veteranangelegenheiten.
00:01:31: ganz herzlich willkommen bei uns im Podcast Frau Dr.
00:01:33: Nicole Schilling.
00:01:35: Ja, einen schönen guten Tag Herr Heine.
00:01:36: Ich freue mich auch tatsächlich heute ihr Gast sein zu dürfen und ich möchte noch sechs Jahre Lebenserfragung in Hamburg ergänzen.
00:01:43: Und das war ein maßgebliche Station meines Lebens.
00:01:45: Ich bin in Hamburg in den Kindergarten gekommen habe aufs Gymnasium ein paar Jahre später gewechselt.
00:01:53: zwischendurch haben wir woanders gewohnt.
00:01:54: Okay,
00:01:54: welches Gymnasiums war
00:01:56: das?
00:01:59: Das war ... ich glaube das Goethe-Gymnasium so hieß es tatsächlich in Lurup Also einem nicht ganz zentral gelegenen Hamburger Stadtteil.
00:02:08: Und ich hab natürlich auch meine Generalstabsausbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg gemacht und insofern habe ich in ordentlichem Abstand aber immer wieder den Weg nach Hamburg gefunden, fühle ein bisschen die Seele dieser Stadt auch in mir.
00:02:24: Ja, wunderbar.
00:02:24: Das freut uns ganz besonders.
00:02:26: Da können wir doch noch zu sprechen wie welche Rolle Hamburg vielleicht auch für sie spielt und der Norden hier für ihre aktuelle Aufgabe.
00:02:34: Vielleicht können Sie – können wir mal so starten?
00:02:37: Sie sind seit fast einem Jahr Stellvertreterin des Generalinspektors.
00:02:42: Wie hat sich Ihr Leben seitdem verändert?
00:02:44: Wie sieht so ein Alltag aus an der stellvertretenden Generalinspektoren?
00:02:49: Ja, das ist ja eine Frage die mir meiner Kinder auch oft stellen.
00:02:52: Mal mal was machst du denn eigentlich den ganzen Tag und wenn ich dann sage, ich sitze in Besprechungen und ich beantworte Mails, dann sind die immer sehr enttäuscht... Aber tatsächlich ist es ja im wesentlichen Ding genau dass, großen Apparat und das ist natürlich eine Institution, wie die Bundeswehr hohe Verantwortung tragen darf.
00:03:13: Dann bedeutet es eben auch dass man sich mit inhaltlichen Themen beschäftigt, dass man darüber mit Menschen spricht, dass Man Dinge in bestimmte Richtungen versucht voranzutreiben.
00:03:22: Das ist natürlich für uns jetzt auch ja Verteidigungsbereitschaft Einsatz Bereitschaft neu zu definieren herzustellen Und das hat ganz viele unterschiedliche Facetten in meinen Vorverwendungen ja auch schon machen dürfen.
00:03:37: Zunächst mit dem Schwerpunkt Personal über viele Jahre, als Abteilungsleiterin Einsatzbereitschaft und Unterstützung sind dann solche Themen wie Logistik zum Beispiel dazugekommen ist ja auch ein Thema was glaube ich in Hamburg eine sehr große Rolle spielt.
00:03:51: Und jetzt als stellvertreterin des Generalinspektors natürlich auch noch mehr internationale Zusammenarbeit und Militärpolitik was jetzt auch meinen Alltag prägt.
00:04:03: Das sind also Formate mit meinen Counterparts in unseren verbündeten Streitkräften, ob das die Briten sind.
00:04:10: Trinity House Agreement ist da ein Stichwort.
00:04:12: oder mit den Franzosen haben wir eine Arbeitsgruppe militärische Zusammenarbeit.
00:04:16: Wir bauen mit den Polen und mit den Norwegern gerade auch bilaterale Strukturen der Militärkooperation weiter aus.
00:04:25: Und das sind alles Themen, die natürlich den aktuellen sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen geschuldet sind.
00:04:33: Und wenn es die Möglichkeit ergibt bin ich auch gerne bei der Truppe, spreche auch gerne mit Rekrutinnen und Rekruten im Heimatsschutz zum Beispiel einfach weil auch der Blick quasi ins Gelände und das Gespräch über alle Ebenen hinweg hilft ja das eigene Handeln dann auch entsprechend anzupassen und weiterzuentwickeln.
00:04:55: Ja, spannend.
00:04:56: Vielen Dank!
00:04:56: Sie haben ja schon mal das ganze Themenspektrum aufgezeigt, weil wir auch gerne sprechen wollen von Personalgewinnung in der Bundeswehr und was ein großes Thema ist die Frage auch Heimatschutz, zivilmeditärische Zusammenarbeit, die kommt international zusammen Arbeit generell die Bedrohungslage worauf wir uns dann einstellen müssen.
00:05:16: und jetzt haben wir sie waren ja auch praktisch im Einsatz in Afghanistan und in Bosnien und das ist wahrscheinlich weniger Mail schreiben sondern wirklich vor Ort die Erfahrung.
00:05:28: Was nehmen Sie aus dieser Zeit mit und wie sehr hilft das jetzt bei der administrativen politischen Arbeit?
00:05:34: Ich glaube, dass ist etwas was für mich tatsächlich auch aufgrund meiner Sozialisierung als Sanitätsoffizierin und Ärztin ganz wesentlich ist.
00:05:42: es geht schon immer darum was kommt denn am Ende beim Menschen an also bei dem Einzelnen vor Ort?
00:05:47: Also wie ist quasi der Kamerad, die Kameradin in ihrer Aufgabe befähigt und unterstützt?
00:05:54: Und welche systemischen Anpassungen als Großorganisation müssen wir machen um deren Leben und deren Auftragserfüllung leichter zu machen.
00:06:02: Ich denke immer sehr vom Ende her und vom Ergebnis her und frage immer nach was bedeutet das denn jetzt konkret?
00:06:09: Es ist also nicht so dass ich sage mal das typische vielleicht auch ministerielle agieren.
00:06:16: Wir machen hier eine Vorschrift, wir schreiben einen Erlass.
00:06:19: Das ist was den Effekt in den Streitkräften erzählt sondern wir müssen immer gucken okay wird denn der Effekt den wir uns vorgestellt haben damit erreicht?
00:06:27: kommt das überhaupt bei den Betroffenen an und wenn ja löst deren Problem oder müssen wir nachsteuern?
00:06:32: Und dass es natürlich auch etwas was aus der Einsatzerfahrung herausgestützt und geprägt wird also dass man sich diese Frage eben immer stellen muss unter welchen Rahmenbedingungen müssen Menschen ihren Auftrag erfüllen?
00:06:43: ob das jetzt in Litauen ist Panzerprägrade, die wir dort aufstellen oder ob das an der NATO Ostflanke ist bei temporären Unterstützungsleistungen.
00:06:53: Oder wenn wir an unsere Kameraden von der Marine denken, die jetzt auf dem Weg ins östliche Mittelmeer sind um sich da auf einen möglichen Einsatz vorzubereiten was brauchen sie jetzt um ihren Auftrag bestmöglich zu erfüllen?
00:07:07: Wir haben schon viele Regionen genannt, die international auch im Brennpunkt stehen.
00:07:12: Sicherheitspolitisch.
00:07:13: Sie haben mal gesagt, dass die sicherheitspolitische Lage noch nie so ernst war wie heute.
00:07:19: Können sie das ein bisschen erläutern für uns als Einstieger?
00:07:23: Also ich habe ja inzwischen auch über drei Jahrzehnte Dienst als Soldatin auf dem Buckel.
00:07:27: aber natürlich ist das im Wesentlichen die Zeit nach Ende des Kalten Krieges gewesen also die Zeit des Internationalen Krisenmanagements wo Deutschland nicht explizit bedroht war.
00:07:36: Und insofern ist es vielleicht auch ein bisschen schwierig, in die Zeit der Gründungsphase der Bundeswehr und der Wiederbewaffnung auch über den gesamten Zeit des kalten Krieges hinweg zu gucken wo wir natürlich im in der Retrospective wissen das nichts passiert ist aber sich dass natürlich auf dem Weg dorthin Stichwort Kuba-Krise auch mal anders angefühlt haben wird und muss.
00:08:00: Aber Wir sehen eben jetzt Und das ist schon anders, als das zu der Zeit war.
00:08:07: Ein verschwimmendes oder ein verschwimmernder Grenzen zwischen Friedenkrise und dem tatsächlich militärischen Konflikt.
00:08:16: also alles was wir an hybrider Bedrohung heutzutage sehen haben wir im kalten Krieg in der Form nicht gesehen.
00:08:22: da war wenn man so möchte stabiler und die Grenzen sind nicht so weich gewesen, deswegen auch nicht so einfach und oft überschritten worden.
00:08:33: Und wir haben natürlich eine Gleichzeitigkeit von internationalen Krisen, die sich auf uns auswirken und auf uns einwirken in einer Art und Weise wie wir das während des Kalten Krieges in der Form auch nicht hatten.
00:08:46: Unsere sicherheitspolitischen Mit Akteure, um nicht zu sagen rivalen bis hin zu Gegnern sind eben auch nicht unabhängig voneinander sondern wir sehen da eine Vernetzung die sich aus uns oder auf uns auch auswirkt.
00:09:07: Wir sehen eben tatsächlich die Rolle Russlands zum Beispiel auch im aktuellen Krieg, im nahen und mittleren Osten.
00:09:15: Wir sehen umgekehrt den Einsatz von chinesischer Technologie durch russische Streitkräfte in der Ukraine.
00:09:25: also es haben Dinge miteinander zu tun vernetzen sich miteinander auch sehr bewusst, die uns vor dann erhöhte sicherheitspolitische Herausforderungen stellen.
00:09:36: Und das ist halt in der Gesamtschau eine mehrdimensional komplexere und damit vielleicht auch etwas unbeherrschbarere oder unberechenbare Situation als wir sie während der relativ stabilen Zeit im kalten Krieg mit klareren ja Frontlinien gesehen haben und deswegen bewertigt persönlich ist als tatsächlich gefährlicher, als wir es damals hatten.
00:10:03: Wir haben die hybriden Bedrohungen angesprochen.
00:10:06: natürlich in der Wirtschaft spülen wir das sehr klar dass um wo ich sage mal Cyberattacken kommen Flugausfälle Wirtschaft wird als Waffe Rohstoffabhängigkeiten werden genutzt.
00:10:19: Die Energieversorgung ist sicherlich sehr bekannt Viele unserer Unternehmen spüren das auch.
00:10:25: politische Einfluss im internationalen Geschäft, dass man eben routis sehr genau hingucken muss und da war eine andere Sensibilität auch für notwendig ist.
00:10:33: Damit man immer als Wirtschaft die Versorgungssicherheit gewährleisten kann – ich glaube, das ganze Thema TV-Militärisch zusammenarbeitet, kommen wir noch mal dazu zu sprechen!
00:10:41: Aber das Fibriere und Spionagevorgehänge und was man alles so hat... Es gibt ja auch den Operationsplan Deutschland, der auf dem Jahr ... ist ja mal zumindest in meiner Leihhaftigkeit eher etwas konventioneller daherkommt.
00:10:57: Man sagt, es wird auch geplant die Mutwendigkeits darauf vorzubereiten, dass es eine militärische Aushaltung im Osten gibt?
00:11:05: Ja also das stimmt!
00:11:09: Der Operationsplan Deutschland ist im Endeffekt der militärischen Anteil zur Gesamtverteidigung Deutschlands in der Rolle, die Deutschland halt in der NATO aktuell einnimmt.
00:11:23: Also Deutschland ist ja so... Bewerten wir das zumindest militärisch wenn wir auf den klassischen militärischen Konflikt gucken nicht In der gleichen Form bedroht wie im Kalten Krieg.
00:11:34: also wir werden ja aller Voraussichten nach nicht oder der militärische Konflikte wird nicht bei uns ausgetragen werden, sondern eben weiter östlich.
00:11:44: Bei unseren östlichen Bündnispartnern.
00:11:46: also der klassische militärische Konflikt Sondern wir haben eher eine Rolle als Aufmarschraum und eben eine Rolle in der Unterstützung unserer verbündeten Streitkräfte bei ihrem Durchmarschen auf Marsch Richtung Osten.
00:11:58: Das macht uns aber auf der anderen Seite natürlich auch wieder militärisch vulnerabel durch hybride Bedrohung Aber dann eben vielleicht auch durch tatsächliche militärischen bedrohungen.
00:12:08: Und das ist ne neue Rolle die wir auch tatsächlich während des Kalten Krieges nicht hatten.
00:12:14: Und Stichwort Wirtschaft und die Auswirkungen der aktuellen sicherheitspolitischen Situation auf die Wirtschaft haben sie ja gerade skizziert ist das eben auch eine andere Situation, weil die Vernetztheit und die globalen Abhängigkeiten heute ganz anders sind als wir das vor fünfzig Jahren hatten.
00:12:32: Und dass natürlich auch Auswirkungen oder hat auf gesamtstaatliche Resilienz, auf Autonomie und auf Autarki.
00:12:41: Für das Thema Gesamtverteidigung in Deutschland ist am Ende das Bundesinnenministerium federführend Und haben auch jetzt in dieser Legislaturperiode, das ging ja jetzt auch diese Tage durch die Medien neuen Aufschlag gemacht um das Thema zu organisieren und zu strukturieren.
00:12:58: Das ist natürlich in unserem...
00:12:59: Da gab es den Park für Zivil-Schutz gehabt?
00:13:00: Ja!
00:13:00: Es ist in unserem föderalen System eben tatsächlich auch nicht ganz trivial und nicht ganz einfach über die eben dann hinweg die Zuständigkeiten zu klären.
00:13:09: aber wir arbeiten da eng mit dem WMI zusammen und wir als Militär fordern dass eben tatsächlich Sieht ziemlich deutlich ein von den Akteuren auf der hoheitlichen Seite, über allen Ebenen.
00:13:24: Aber natürlich auch sehr gerne von unern zivilgewerblichen Partnern.
00:13:30: Was ist denn notwendig?
00:13:32: Von der Politik und der Wirtschaft?
00:13:33: Wir fordern das als Handelskammer.
00:13:36: Das Thema Einfordern von ganzen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft kennen wir geniegt uns auch im Blut.
00:13:42: Ich glaube, da gibt es auch eine Menge Schnittmengen zwischen den sicherheitspolitischen Interessen, Infrastrukturen die notwendig sind und für die Wirtschaft auch.
00:13:53: Was sind die wichtigsten Forderungen, die sie haben?
00:13:55: Die wir vielleicht unterstützen können als Wirtschaft?
00:13:57: Ja also nach unserer Bewertung ist ja tatsächlich ihr agieren auch als Handelskammer jetzt in Hamburg schon sehr prototypisch oder auch vorbildlich.
00:14:07: Also dass sie sich mit diesen Themen so intensiv überhaupt auseinandersetzen und für sich erkennen, dass das ein Thema ist, mit dem sich auch Privatwirtschaft auseinander setzen muss.
00:14:16: also die eigene Resilienz wie sichere ich mein Geschäft ab?
00:14:21: Wie stelle ich meine geschäftliche Handlungsfähigkeit unter eben zunehmenden Druck oder auch unter Einschränkungen sicher.
00:14:33: Was kann ich tun?
00:14:35: Oder wo bin ich auch auf die Hilfe anderer angewiesen, das ist aus unserer Sicht absolut zu begrüßen.
00:14:41: Wir sind ja auch aufgrund natürlich unserer verfassungsgemäßen Aufstellung als Streitkräfte immer sehr vorsichtig wenn es darum geht uns innerhalb Deutschlands auch äußern und einzubringen, weil es uns auch wichtig ist dass wir da unsere Rollen und Grenzen nicht überschreiten.
00:14:59: Das ist manchmal auch eine Herausforderung in diesem Dialog.
00:15:03: ich will das mal konkret an einem Beispiel benennen.
00:15:05: wenn wir zum beispiel im Rahmen des O-Plan Deutschlands sagen okay wir müssen mit so und zu viel Soldatinnen und Soldaten von A nach B dann ist das etwas was den zuständigen regionalen Verantwortlichen bekannt ist was wir auch kommuniziert haben.
00:15:21: Was wir den nicht kommuniziert haben, ist welche Straße wollen wir benutzen?
00:15:25: Was wir denen nicht kommuniziert haben ist, sagen wir mal Details.
00:15:34: Wir haben Rahmenbedingungen wie viel... zum Beispiel Kraftstoff.
00:15:37: Wir brauchen in einer Zeiteinheit pro zu bewegenden Truppenkörper, aber wir können eben nicht sagen okay wenn ihr die uns an den Punkt B bereitstellt dann ist das alles in Ordnung weil es kann ja sein dass wir umplanen müssen und wir wollen dann nicht von A nach b sondern wir müssen von a nach c und wir können auch nicht sagen welche Straße wir dafür benutzen wollen.
00:15:57: also die zivilen Stellen fragen uns dann ok wo wollt ihr denn lang?
00:15:59: Und wir sagen das legen nicht wir fest das legt ihr fest das müsst ihr für uns organisieren wo wir lange dürfen.
00:16:05: Das ist so ein bisschen manchmal die Herausforderung, ich sage auch mal im Zeichenvorrat.
00:16:10: Und wenn wir dann sagen okay, wir benötigen Kraftstoffversorgungen für so und so viele Fahrzeuge, die um die Strecke zurücklegen müssen?
00:16:18: Dann ist eben unsere Anforderung nicht stellt uns so viel tausend Liter Kraftstoff bereit sondern stellt sicher, dass wir diese Kraftstoff haben.
00:16:25: Denn wenn irgendeine Quelle ausfällt oder wenn wir woanders lang müssen, dann müsst ihr trotzdem diese Versorgung sicherstellen.
00:16:31: und das ist momentan das was quasi noch ausdiskutiert werden muss damit tatsächlich klar wird das bestimmte Anteil der zivilen Planung also der Verantwortlichkeiten in der Festlegung von Zuständigkeiten oder auch von Ressourcenbereitstellungen eben nicht von uns als Streitkräften übernommen werden wird.
00:16:53: Wenn die Privatwirtschaft, auf die wir uns in vielen Teilen auch abstützen müssen durch Verträge, die wir aktuell schließen aus sich heraus autark und resilient ist dann hilft uns das natürlich enorm wenn wir uns darauf verlassen können dass unsere Partner zum Beispiel die vertraglich vereinbarte Leistung dann auch tatsächlich erbringen können.
00:17:14: Mh.
00:17:14: Ja, ich glaube das ist genau das Thema an dem wir in der Tat gemeinsam auch hier mit dem Landeskommando und den anderen Sicherheitsbehörden sehr intensiv arbeiten in Hamburg.
00:17:25: Ich muss mal einen kleinen Werbeblock loslassen dafür dass wir noch einmal alle Unternehmen die hier zuhören.
00:17:31: Das Landesk Kommando hat hier finde ich eine sehr vorbildliche Übung ins Leben gerufen.
00:17:35: jetzt doch ums Charlie-Übung jetzt das dritte Mal eine Übung zur zivilmilitärischen Zusammenarbeit hier im Hamburger Hafen um Truppenbewegung zu machen.
00:17:41: aber das ist eben der militärische Teil den wir auch haben.
00:17:44: Das ganze Thema Bundeswehr ist für das Militär zuständig, für die SMA-CV-Schutz ist eben das Innenministerium zuständig und damit auch die Privatwirtschaft, die da mit reingeht weswegen wir gemeinsam oder anderen Partnern eben Red Storm Businesses Leben gerufen wollen um sagen trainiert.
00:17:59: es gibt Leidfäden, es gibt praktische Informationen die man nutzen kann um eigene Resilienz und auch ein Business Continuity Management herzustellen was man trainieren genau wie alles andere Unternehmen auch und dass wollen wir in der Kampagne hier machen.
00:18:12: Wer immer Interesse hat, Redstone Business zu unterstützen.
00:18:15: Es hat sich eingeladen das mitzumachen und jetzt ist mit der Werbung auf wieder Schluss.
00:18:20: aber dass würde ich noch mal loswerden ist glaube ich wichtig um auch diesen Beitrag damit leisten zu können.
00:18:25: also ich finde es absolut sinnvoll und bin da auch tatsächlich total dankbar dafür dass sie diese Initiative so ergreifen und auch über die Begrifflichkeit ich sage jetzt mal zumindest mal den sicherheitspolitischen Kontext zur unserer Übungsserie herstellen.
00:18:41: insofern ist natürlich auch von uns beauftragt, genauso offen und intensiv jetzt auf nicht nur die Wirtschaft.
00:18:51: Natürlich auch die zivilen, sagen wir mal hochheitlichen Ansprechpartner zuzugehen.
00:18:57: aber wenn sie dann eine solche Initiative ergreifen, dann ist das absolut Richtige und ich glaube dass ihre Unternehmen da auch dabei eine Menge mit sich für sich mitnehmen können.
00:19:07: wenn man bestimmte Szenarien mal durchspielt und sich überlegt, okay was für Handlungsoptionen hat man denn?
00:19:12: Denn allein dieses Sich damit beschäftigen gibt ja Handlungssicherheit.
00:19:16: Das ist etwas also was mir so als Botschaft immer auch nochmal wichtig ist.
00:19:20: ich glaube schon dass wir uns in Deutschland noch stärker als bislang mit einer größeren Ernsthaftigkeit mit diesen Themen beschäftigen sollten uns da vielleicht auch ein bisschen ein Vorbild an den skandinavischen Nachbarn nehmen, die das ja auch tun.
00:19:35: Das liegt ihnen ja regional durchaus auch nahe aber ohne dabei die Zuversicht und auch die gute Laune zu verlieren.
00:19:41: denn das ist Also, wenn man weiß was man tun kann und wenn man weiss welche Handlungsoptionen hat.
00:19:48: Und damit Handlungssicherheit auch bekommt und Dinge für sich durchdacht hat.
00:19:52: Da ist das auf jeden Fall eine bessere Ausgangssituation als ob man so ein bisschen den Kopf in den Sand steckt und von Dingen über rumpelt wird.
00:20:00: Natürlich ist nicht alles leicht und es gibt nicht auf alles die gute Antwort.
00:20:04: Das ist mir auch bewusst.
00:20:05: aber insofern absolute Zustimmung und Unterstützung für solche Initiativen wie die, die sie da machen.
00:20:11: Ja, vielen Dank.
00:20:11: Für die Fotosong ist das noch mal unabgestimmt.
00:20:15: Ich glaube es kann in der Avion auch ein gutes Stichwort sein.
00:20:18: Wir waren gehabt mit einer kleinen Delegation in Finnland und da merkt man einfach wie das Thema Resilienz und auch Einbindung der Wirtschaft aus geografischen Gründen viel stärker ist und dass es hoffnungsvoll ist, was man da auch lernen kann.
00:20:30: Vielleicht darf ich noch mal so ein bisschen reinleuchten in die Frage, Operationsparen Deutschland.
00:20:35: Welche Rolle spielt Hamburg der Norden insgesamt auch als Logistik-Drehscheibe mit den Häfen für eine Rolle?
00:20:43: Wie gucken Sie da drauf?
00:20:44: und was würden sie sich dann doch mehr wünschen?
00:20:47: auch?
00:20:48: Und sehen Sie, ist ja unsere Häfen jetzt schon so aufgestellt dass sie ihren Beitrag leisten können.
00:20:58: Also wenn der Hamburger Hafen keinen Beitrag leisten könnte, dann wäre mein Maßstab wahrscheinlich der Falsche.
00:21:03: Denn das muss man ja schon sagen in Sachen Hafen macht ihn ja in Deutschland sonst keiner was vor.
00:21:09: und natürlich ist strategischer See-Transport eine ganz entscheidende Größe auch im Rahmen der Aufmarschpläne der NATO.
00:21:17: insofern spielt Hamburg militärisch gesehen für uns auch ne riesige Rolle Was nicht bedeutet dass wir den Aufmarch der Alliierten durch die Hamburger Innenstadt auf dem Landweg planen würden.
00:21:26: also nur noch mal zu einordnen, weil das jetzt sicher manchmal auch für Menschen die mit Streitkräften nichts zu tun hat irgendwie merkwürdig anfühlt.
00:21:35: Aber natürlich spielt der Hafen eine wichtige Rolle und natürlich spielen dann auch Transportrouten vom Hafen ausgehend eine Rolle.
00:21:44: Und da ist vielleicht auch Hamburg als Region aufgrund der vielen Erfahrungen als logistische Umschlagdrehscheibe auch besser vorbereitet.
00:21:53: Weil sie es einfach gewohnt sind, dass bei ihnen eine ganze Menge Zeug ankommt und auch so wegorganisiert werden muss und weiter transportiert werden muss.
00:22:01: das ist eben nicht zur Beeinträchtigung ich sage jetzt mal des Lebens der normalen Bevölkerung führt und das sind natürlich dann Fähigkeiten die für uns auch wichtig sind.
00:22:12: und am Ende ist es vielleicht egal ob so ein Container orange oder olivgrün ist wenn er eben seinen Weg von Hamburg aus, dann gehen Osten nimmt oder in Hamburg vielleicht eingeschifft wird und dann auf den Weg Richtung Ostsee gebracht wird.
00:22:25: Also Hamburg spielt eine bedeutende Rolle!
00:22:29: Und natürlich ist auch Hamburg deswegen durchaus ... ein Raum, der ein gewisses Risiko hat.
00:22:39: Also wir haben über das Thema Hybride-Bedrohungen schon gesprochen.
00:22:42: natürlich sind auch Verfahren und Abläufe ob das eben funktionierende Software-Systeme oder auch für funktionierender Energieinfrastruktur ist dann auch vulnerable und mögliche Angriffspunkte.
00:22:55: auch das muss man sich halt oder dessen muss man... ... sich bewusst sein und muss eben entsprechende Vorbereitung und Vorsorge treffen.
00:23:05: Operationsplan in Deutschland, wir hatten das mit den Militärerinnen so roundabout vor zwei Jahren.
00:23:12: Das waren die Öffentlichkeiten!
00:23:13: gelangt nach entsprechenden Vorarbeiten sicherlich und man hat immer aufs.
00:23:17: Das waren wir haben noch fünf Jahre war sozusagen die Kommunikation, wenn ich mich erinnere bei uns in der Kammer Die ersten Vorträge dazu sehr eindrücklich sagt okay fünf jahre ist richtig richtig schnell Und richtig bald.
00:23:30: Wie einen waren sehr schockiert die gehört haben andere haben gesagt also menschliche auch vielleicht der reflex naja wer weiß wie wahrscheinlich so ein Szenario ist ja und mal gucken das bisschen emotional weg geschoben.
00:23:42: Das wäre aber die Frage, wie wahrscheinlich ist es?
00:23:48: Die Einschätzung von zwanzig, vierundzwanzig und dreinzwanziger, wenn man daran geartet hat sind sie sozusagen erfüllt.
00:23:54: Geht man weiter davon aus, dass zwanzige, neunzwanzige das Jahr ist.
00:23:58: Und dann verbunden mit der Frage wie aus Mitte sechsundzwantig sind wir im Zeitplan.
00:24:04: Ja also sicherheitspolitisch entspannt sich die Lage nicht.
00:24:09: Ich meine, vor... Also, seit dem Jahr zwanzig Mögen ja viele noch gedacht haben das was wir zum Beispiel jetzt in der Ukraine sehen.
00:24:16: Das Verhalten Russlands gegenüber der Ukraine ist eine regionale Angelegenheit und es geht v.a.
00:24:23: darum vielleicht einen schon länger bestehenden Konflikt in der Region jetzt auf militärischem Atemweise auszutragen.
00:24:32: Es verdichten sich immer mehr die Anzeichen dass es das nicht ist.
00:24:35: Wir sehen, dass die russischen Streitkräfte und das ist ein gewisses Paradox was vielleicht auch in der Bevölkerung auch schwer zu verstehen ist wenn man sich nicht täglich damit auseinandersetzt.
00:24:45: Wir sehen ja auch, dass Russland offensichtlich in der Ukraine nicht die Fortschritte macht, die es gerne machen würde.
00:24:51: trotzdem wissen wir und das is keine Bauchgefühl sondern das lässt sich durch Fakten belegen oder das ist auch gemeinsam Analyse der NATO dass Russland Kapazitäten aufbaut, die es eben in der Ukraine nicht zum Einsatz bringt.
00:25:06: Und das ist das was wir in der Ukraine sehen auch nicht das wäre womit wir uns als NATO konfrontiert sehen sondern Russland baut Fähigkeiten auf.
00:25:14: Russland verstärkt seine Streitkräfte auch an ganz anderer Stelle und baut auch Fähigkeit aus und auf die in der ukraine überhaupt nicht zum einsatz kommen.
00:25:23: nicht über alles kann man öffentlich reden aber das ist tatsächlich etwas wo's belastbare Erkenntnisse gibt, die das zeigen.
00:25:31: Das heißt, das Risiko zu bewerten, dass es tatsächlich zu einer militärischen Auseinandersetzung mit der NATO kommt, nimmt eher zu als das es abnimmt ohne jetzt zu sagen, dass's feststeht.
00:25:43: Also auch das ist halt so ein bisschen die Ambivalenz, die wir alle aushalten müssen.
00:25:47: Dass es auch niemanden gibt, der sagt Russland wird ganz sicher angreifen.
00:25:50: Aber sie bereiten sich auf jeden Fall ganz sicher darauf vor, Mit Blick auf die Jahreszahl ist das, was wir fest im Blick haben und uns vorgenommen haben.
00:26:03: Aber wenn wir davon sprechen fight tonight, dann bedeutet es eben auch, dass wir uns darauf einstellen zu jedem Zeitpunkt verteidigungsfähig zu sein – aus der jetzigen Situation heraus.
00:26:16: Dafür haben wir schon sehr viele Vorbereitungen getroffen in der Umsetzung des O-Plans.
00:26:21: Sind wir im Zeitplan?
00:26:23: Ja, sind wir mit den Dingen die wir auf den Weg gebracht haben.
00:26:27: Ich habe ja schon angesprochen Wir haben auch Verträge geschlossen mit zivilen gewerblichen Partnern.
00:26:33: Wir haben die Zuständigkeiten mit den zivilhoheitlichen Verantwortlichen geklärt.
00:26:38: der O-Plan wird auch quasi fortlaufend weiterentwickelt und bekommt dann eben auch detailliertere Facetten so dass ich sagen kann das passt soweit Aber es schadet nix, wenn wir noch einen Zahn zulegen und ein bisschen schneller werden.
00:26:57: Das muss man ehrlicherweise sagen.
00:26:59: das gibt einem als militärischer Planer dann einfach ein besseres Gefühl.
00:27:01: Das kennen ja ihre Mitglieder oder auch die Wirtschaft in Privatwirtschaft in Hamburg.
00:27:06: Auch wenn man vorbereitet ist, dann hat man einfach ein besseres Gefühl als wenn man noch einen Weg zu gehen hat.
00:27:10: Absolut!
00:27:11: Das fühlt mich zum Teamblockpersonal.
00:27:17: Sehr emotionale Debatten und das Thema Werpflicht.
00:27:21: Und wer Erfassung, Fähigkeiten, ob man da mit dabei ist... ...ist ja auch klar eine sehr persönliche Sache wenn man jetzt als junger Mensch da reinkommt.
00:27:29: Ich habe selbst drei Söhne die das sicherlich dann auch treffen oder die mit der Frage dann beschäftigen wollen oder werden müssen und auch sicherlich wollen.
00:27:40: Deswegen ist so ein bisschen mal meine Frage, wie gucken Sie mit Ihrem Hintergrund-Personalamt der Bundeswehr in Erfahrung auch damit drauf?
00:27:49: Reicht die aktuelle Situation?
00:27:51: Kriegen sie genug Zulauf?
00:27:53: Nur die aktuellen Regelungen passen die in die Zeit oder muss es da noch Veränderung geben müssen?
00:28:00: Also es ist tatsächlich so und auch das ist mir mal wichtig zu betonen, trotz dieser sich zuspitzenen Sicherheitslage haben wir momentan ein deutlich angezogenes Interesse am Dienst in der Bundeswehr.
00:28:13: Es ist auf jeden Fall falsch wenn man der jungen Generation vorwirft sie wollen davon nichts wissen und damit nix zu tun haben und in ihrer Wohlfühlbubble irgendwie weiter chillen.
00:28:21: Das ist nicht der Fall!
00:28:22: Wir haben tatsächlich fast dreiundzwanzig Prozent Bewerbungen mehr gehabt für auch militärische Laufbahnen.
00:28:29: Wir haben deutlich mehr freiwillig Wettingsleistende eingestellt, fünfzehn Prozent mehr als im Vorjahr.
00:28:35: Also das letzte Jahr war das einstellungsstärkste Jahr für die Streitkräfte seit Aussätzen der verpflichtenden Ableistung und der Wehrpflicht.
00:28:42: also es ist nicht so dass die jungen Menschen per se sagen ach nee lass mal ohne mich.
00:28:50: ganz im Gegenteil und ich habe auch letzten Jahr viele Gespräche geführt mit jüngeren Kuten die gerade in ihrer Grundausbildung waren.
00:28:58: Überrascht es vielleicht falsch, weil wie gesagt mir war ja bewusst was für eine hohe Motivation dahinter steckt.
00:29:05: Aber wie viele wirklich ganz bewusst gesagt haben?
00:29:07: Ich möchte hier auch meinen Beitrag leisten damit wir in unserem Land auf unsere Weise weiterleben können, weil ich sehe das Risiko, die Entwicklung in anderen Ländern und es ist einfach wichtig wenn man da Flagge zeigt zu seinem Land irgendwie bekannt und auch bereit ist, einen persönlichen Einsatz dafür zu bringen.
00:29:28: Das ist wirklich beeindruckend!
00:29:30: Und natürlich haben wir auch unterschiedliche Situationen und unterschiedliche Milieus.
00:29:35: in dem ein ist es üblicher als im anderen aber wir haben keinen flächendeckendes Motivationsproblem an der Stelle.
00:29:43: Wir müssen halt jetzt
00:29:43: gucken, ja.
00:29:44: Wieso?
00:29:44: Das Image?
00:29:45: gibt es das Arbeitgeber-Image und viele Firmen sich darum um ihr Arbeitgebergimages auch sehr stark kümmern, da rein investieren.
00:29:51: wie gibt's da auch so, ich sag mal, recruiting Strategien bei der Bundeswehr, wie man mit rangeht und wie nehmen sie das Image wahr mit den Jugendlichen?
00:29:59: Also unbedingt!
00:30:00: Ehrlicherweise ist unser Arbeitgebersimage aber auch kontinuierlich in den vergangenen Jahren immer gut gewesen.
00:30:04: also wir waren immer unter den Top drei oder top fünf wenns um Befragungen ging auch logischerweise Befragerung die nicht wir machen, sondern die von anderen Stellen gemacht werden.
00:30:16: Ich habe als Personalerin immer gesagt ... Wir sind aber auch der größte Rekruter Deutschlands immer gewesen.
00:30:21: Also wir haben in jedem Jahr über zwanzigtausend Menschen eingestellt, militärisch und zivil.
00:30:26: Inzwischen eben tatsächlich auch über zwantigtaussend allein Soldaten.
00:30:30: Das macht außer uns keiner!
00:30:31: Also jedes Jahr nicht mal einmal Großoffensive was weiß ich die Bahn oder auch andere große Konzerne sondern wir müssen das jedes Jahr stemmen weil wir eben einen großen Regenerationsbedarf haben weil die meisten bei uns ja eben als Zeitsoldat nur wenige Jahre dienen und dann wieder ausscheiden.
00:30:48: Das allein zu schaffen, ist eine echte Leistung im Rahmen und das ist ja immer noch so demografischer Entwicklung.
00:30:54: Und auch der Arbeitsmarktentwicklung der vergangenen Jahre die er für uns eher ungünstig war.
00:31:00: Da entwickelt sich momentan manches anders auch was für uns vielleicht etwas in die Karten spielt aber natürlich auch nicht so rauf.
00:31:08: wir setzen können und wollen dass es der Wirtschaft schlechter geht und die Wirtschaft deswegen weniger einstellt.
00:31:13: Aber Wir waren halt immer schon Wir hatten immer ein großes Image, aber wir haben immer Mühe gehabt.
00:31:18: Allein deswegen weil wir so viele Menschen ins System bringen mussten und die Herausforderung haben wir natürlich jetzt auch nochmal gesteigert, weil wir uns die Latte deutlich höher gelegt haben, auch mit dem freiwilligen Wehrdienst.
00:31:31: ob das ausreichen wird, muss man halt zugegebener Zeit beantworten.
00:31:35: Ich bin aber aus zwei Gründen trotzdem überzeugt, dass der Weg der richtige ist.
00:31:39: Das eine ist tatsächlich – und ich kann mich schon auch noch an die Zeiten des Grundwehrdienstes erinnern – wo vielleicht nicht jeder Rekrut immer optimal motiviert zum Dienst erschienen ist?
00:31:49: Dass es einem schon leichter fällt, wenn man mit den Leuten zusammenarbeitet, die auch Bock haben und mitmachen wollen!
00:31:56: Das ist auf der einen Seite sehr wichtig Bevor wir über andere Dinge nachdenken, die tatsächlich einen noch stärkeren Eingriff in das Leben junger Menschen bedeuten müssen.
00:32:06: Wir müssen wirklich den Beweis antreten dass es eben über Freiwilligkeit nicht funktioniert.
00:32:10: davon bin ich überzeugt weil ich auch sage, das sind wir schon der Gesellschaft schuldig.
00:32:15: Dass wir diese Entscheidung nicht sehr leichten Herzens oder leichtfertigt treffen sondern eben tatsächlich uns momentan intern optimieren die Ausbildung so gestalten dass sie wirklich attraktiv ist, dass sie sinnstiftend ist und es keine Zeit ist die man bei uns verbringt wo man hinterher sagt, das hätte ich mir sparen können.
00:32:35: Das müssen wir gewährleisten bevor wir überhaupt in Diskussion anderer Art einsteigen.
00:32:42: Ja, ich glaube das ist eine gute... gute Perspektive darauf.
00:32:45: Vielen Dank dafür!
00:32:46: Und das ist natürlich eben diese Frage, wir haben auch einen Fachkräftemangel in der Wirtschaft und da wo wir momentan schwierige Zeiten haben oder es vielleicht nicht mehr ganz so im Bewusstsein ist.
00:32:56: aber der demografische Wandel geht weiter und wir haben eben diese Lücke und brauchen eben auch die Sachen.
00:33:01: Insofern lade ich das Plädoyer und diese Perspektiven.
00:33:05: Es gibt auch Fähigkeiten, die vermittelt werden, die halt für ganz wichtig, die dann auch vielleicht in der eine Anwendung finden.
00:33:14: Das gibt andere Staaten, Israel zum Beispiel die ganze Start-up Community auf diesem Gedanken auch gegründet haben.
00:33:21: und das ist genau der Punkt weil wenn ich an meinen werde ich zurückdenke.
00:33:25: es ist dann auch so dass ich glaube das Gefühl des Material war aber nicht vorhanden genug Munition zu üben und alles was da dabei war und es hat wichtig dass man auch da ein Fokus darauf lenkt das sinnvolle Zeit die auch einem zeigen über die vielen menschlichen Fähigkeiten die man ja auch mit den lernen auch weiter mit verbunden ist und profitieren können.
00:33:45: Ich glaube, an dem Punkt haben Sie die Wirtschaft auch sehr in Ihrer Seite, was man so sozusagen.
00:33:50: Ja also das ist super!
00:33:52: Und ganz ehrlich da freuen wir uns auch darüber.
00:33:56: Wir haben seit Jahrzehnten jetzt das Phänomen dass es im Prinzip in Deutschland keine arbeitslosen Soldaten gibt.
00:34:01: Also ich habe gesagt wir haben ja sehr viele Zeitsoldaten aber sie finden alle im Nachgang dann ihren Weg in die Wirtschaft egal was sie bei uns gemacht haben weil sie halt Wahrscheinlich eine Selbstorganisationsvermögen besitzen, was eben nicht selbstverständlich heutzutage ist und weil sie andere Fähigkeiten vor allem natürlich dann die, die aus höheren Dienstgraden kommen.
00:34:21: Und das sind bei uns eben auch schon die Unteroffiziere, die Führungsverantwortung tragen – auch in einem jungen Lebensalter-Führungs Verantwortung – und dass Fertigkeiten sind, die überall auch in der Privatwirtschaft nachgefragt werden.
00:34:32: Insofern ist das glaube ich tatsächlich ne Win-Win Situation, bewusst sein sollte und darauf hoffe ich ja auch, wir haben da über das Thema Reserve noch nicht gesprochen.
00:34:47: Aber das ist natürlich auch eins was jetzt in den nächsten Jahren auch nochmal eine größere Rolle spielen muss dass auch die Arbeitgeber Ich will gar nicht sagen bereitwilliger als aktuell, weil ehrlicherweise haben wir auch in der Vergangenheit keine echten harten Widerstände gespürt.
00:35:07: Aber wir werden natürlich auf unsere Reservisten jetzt auch in den nächsten Jahren stärker zugreifen wollen und müssen um zum Beispiel so etwas wie den O-Plan Deutschland auch in die Tat umsetzen zu können oder die Drehscheibe Deutschland zum Funktionieren zu bringen und dass wir darauf hoffen das auch die Arbeitgeber das unterstützen indem sie ihre Reservistinnen und Reservissten in ihren Unternehmen dann eben auch Freistellen für solche Aufgaben.
00:35:30: Ja, ich glaube das ist auch ein Thema für das wir werben und eintreten und auch immer mit der Botschaft dass es sich auch fürs Unternehmen lohnen kann und lohnt diese Kompetenzen auch weiter zu entwickeln.
00:35:41: Das ist eine gute Situation auch natürlich gerade im IT Bereich in der Wirtschaft ganz großes Thema und neue Technologien einzusetzen, die auch immer wiederum diese Kompetenzen mit reinzubringen als Beispiel in die Bundeswehr.
00:35:53: Und andersrum eben auch über neue Szenarien damit daran zu gehen.
00:35:57: Auch da wieder, also ich stehe jetzt von diesem Eindruck der Findernreise das ist da Gang und Gebe und es gibt keinen Unternehmen was wir besucht haben und kennengelernt haben den nicht auch nach Reserve gewesen sind, die hangeln Personen dass für sie Selbstverständlichkeit war.
00:36:08: Ich glaube dann müssen wir dann auch stark mit dran gehen.
00:36:13: Es bleibt eine kleine Sache, wenn Sie da unterstützen können.
00:36:18: Wir werben bei unseren Mitgliedern das zu machen.
00:36:22: Wenn man auch Reservisten hat die jetzt bei der Bundeswehr dann sind aber auch in anderen Katastrophenschutzinstitutionen tätig sind, THW oder im sanitären Dienst in den Bereichen aktuell dürfen Arbeitgeber diese Informationen von ihren Mitarbeitern gar nicht erfragen sondern sozusagen rein auf Freiwilligkeit und es wäre eigentlich wichtig Haus, um auch eine Vernetzung zu haben dann im Fall des Falles.
00:36:47: Das wäre glaube ich gut wenn es da auch eine andere Verbindlichkeit und Möglichkeiten geben könnte damit Unternehmen da auch ein Kleid haben was möglich ist.
00:36:54: Also ich kenne das Thema, es ist tatsächlich auch nicht ganz trivial.
00:36:59: Weil wie Sie wissen um Daten zu erheben braucht's halt immer eine entsprechende Rechtsgrundlage und wir sind ja jetzt als Bundesinstitutionen auch nicht unbedingt befugt in ihrem privatwirtschaftlichen Arbeitsverhältnis irgendwelche Anpassungen vorzunehmen.
00:37:15: aber das ist ein Thema was wir auf der Agenda haben wo wir versuchen einen Beitrag zu leisten.
00:37:23: Da muss man mal gucken, wie weit wir da zusammenkommen.
00:37:25: Ich glaube aber... Also in der Tat gibt es sicherlich keine Verpflichtung das dem Arbeitgeber auch offen zu legen, aber umgekehrt ist es auch so und das liebe ich ja tatsächlich auch.
00:37:40: in der Zusammenarbeit oder im Austausch mit der Privatwirtschaft, auch gerade über die Reserve.
00:37:45: Dass es viele Unternehmen gibt, die da tatsächlich ein gutes Lagebild haben und wenn man als Unternehmen zum Beispiel für seine veteranen Formate schafft... fällt natürlich größeren Unternehmen auch leichter als den kleineren, aber geht auch beim kleinen Mittelständler mit zehn Beschäftigten um zu sagen hey wir unterstützen euch in eurem reservisten Dienst.
00:38:06: Dann sind natürlich auch Beschäftigte sehr bereitwillig dabei da auch offen zu legen dass sie dass Sie da selber auch Interesse haben oder dass sie eben eine militärische Vorvergangheit haben.
00:38:16: und ich bin absolut bei Ihnen wenn wir jetzt auch mit Blick auf Finnland.
00:38:21: Es geht uns nicht darum, dass wir die Leute dann irgendwie monatelang plötzlich haben wollen.
00:38:25: Aber das man sagt ein paar Tage vielleicht zwei Wochen im Jahr.
00:38:29: Reservistendienst ist wahrscheinlich für den Arbeitgeber verkraftbar und ist für den Reservisten gut weil er seine militärische Professionalität erhält Und der Arbeitgeber hat auch was davon, weil er eben dadurch dass er einen Reservisten bei sich hat oder mehrere Reservissten die eben auch Teil dieser Verteidigungsplanung sind.
00:38:47: Auch damit seine eigene Resilienz steigern einfach indem auch das Wissen der Reservist natürlich dann auch dem Unternehmen selber zugutekommen kann.
00:38:56: Und ich nehme mal die Vernetzung, kann auch Innovationen fördern.
00:38:59: Da bin ich nochmal beim ganz wichtigen zentralen Zukunftsthema was uns hier in diesem Podcast immer umtreibt.
00:39:04: und wir haben jetzt große öffentliche Investitionen in die Verteidigungsfähigkeit Deutschland.
00:39:11: Auch das wird der Verteilungsindustrie.
00:39:13: Wir haben jetzt viele Unternehmen, die in der Vergangenheit ihre Verteidigungsbezüge eher verdeckt gehalten haben, mit dem wir jetzt sprechen können und sagen da ist ein Riesenpotenzial auch drin.
00:39:28: Und ich meine, vielleicht kann man sich mal ein bisschen ausführen wie Sie sozusagen der Verteiligungsindustrie zusammenarbeiten welches Potenzial sie dafür Deutschland, selbst ja gerade für Norddeutschland mit weitemaritimen Technologien die hier entwickelt sind werden.
00:39:42: Wie wichtig ist es wenn die Kapazitäten selbst in Deutschland haben?
00:39:46: Man kommt interzznade, Kooperation und Verteidigung.
00:39:52: Einkaufsbereich an Grenzen, wie gucken Sie da auch dieses Thema?
00:39:55: Ja.
00:39:56: Auch in dem Thema ist tatsächlich unfassbar viel Dynamik aktuell und die Bundeswehr ist wirklich momentan intensiv daran neue Wege zu beschreiten und diese neuen Wege gemeinsam mit industriellen Partnern zu gehen.
00:40:10: Wir sind ja momentan dabei auch die Beschaffung neu zu organisieren sowohl die Prozesse als auch die Beschaffungsorganisationen, den kann ich jetzt noch nicht vorgreifen aber eine verstärkte Kooperation System.
00:40:22: zum Beispiel ein wesentliches Element dort.
00:40:24: Weil wir ja sehen, dass wir auch nicht mehr klassische Entwicklungsprojekte haben wie in der Vergangenheit wo man zwar Verträge abschließt dann irgendwie über jahrelang Dinge ausprobiert und experimentiert und dann irgendwann in sehr langwierigen Verfahren zur Vertragsschluss- und zur Einführung in die Gruppe und Produktion kommt sondern das passiert momentan alles gleichzeitig.
00:40:43: Der Minister war letzte Woche in der Ukraine und hat dort auch noch mal quasi diese Verbindung von Innovationen tatsächlich in dem Fall ja dann konkrete Erprobungen unter Kriegsbedingungen, Joint Ventures zwischen deutschen Unternehmen und den ukrainischen Streitkräften gesehen.
00:41:04: Und das ist auch der Anspruch, den wir für unser eigenes System haben.
00:41:09: Das fühlt sich momentan noch nicht überall so an, dass es ankommt – ich weiß auch, dass viele mittelständische Unternehmen Momentan noch darauf warten, dass sich die Rahmenbedingungen oder besser gesagt der Markt für sie öffnet.
00:41:26: Weil natürlich auch der Zugang dann reglementiert ist durch Zertifizierungen und andere Dinge.
00:41:32: aber das ist etwas was wir mit großem Nach- und Hochdruck betreiben weil tatsächlich die Entwicklungen ob es Automatisierung ist, Ob es Autonomie ist, ob es KI Anwendung Ja, Cyber-Defense natürlich auch aus der Privatwirtschaft Innovationsfähigkeit für uns eine Riesenrolle spielen werden und wir allein aufgrund eben dieser Skalierungsfähigkeit da ganz viele neue industrielle Partner suchen und brauchen.
00:42:05: In Süddeutschland in Erling gibt es ja auch deswegen ein neues Innovationszentrum der Bundeswehr.
00:42:10: Wir hoffen natürlich immer noch darauf, dass die Bundeswehr dies Potenzial am Maritime Innovationen erkennt und das nicht nach Süd-Deutschlands vergibt sondern eben in den Norden weil wir dieses Potenziale gerade sehen im Dualuse Bereich und vielleicht nochmal eine volkswirtschaftliche Betrachtung da drauf, dann muss man auch mal ein bisschen aufpassen.
00:42:28: Wir haben große Herausforderungen in den Sektoren wieder aus dem Mobilindustrie-Maschinenbau, Anlagenbau im Moment was ja eine private Wertschöpfung ist Und der Wertschäpfungsfaktor ist natürlich immer volksellschaftlich gesehen anderer ... als bei öffentlich finanzierten Ausgaben für Verteidigungsfähigkeit, für Munitionen.
00:42:46: Die im Idealfall wie eine Versicherung wirkt und nicht zum Einsatz kommt, sondern ihre Abstreckungswirkung erfüllt... ...und eben dann eigentlich damit ihre Funktion erfüllt und keine weitere Wertschöpfung dann auslöst.
00:42:58: Deswegen ist dieser So-Use-Gedanke, der Transfer von diesen Sachen Technologien in die Privatwirtschaft auch so wichtig und die Offenheit ist auch da.
00:43:09: Wie sitzt ihr da mit Hochschulen?
00:43:11: im Gespräch, dass sie sich öffnen in einem Bereich von Innovation und Forschung.
00:43:15: Wir haben ja die Helmut Schmidt Universität in Hamburg, die da also sehr stark aktiv ist in dem Bereich.
00:43:21: andere Akteure tun sich immer noch ein bisschen schwer so mit Zivilklauseln im Wissenschaftsbereich.
00:43:27: wie nehmen Sie diese Situation da war?
00:43:28: Also das ist ein Thema mit dem wir uns natürlich auch intensiv beschäftigen und wir auch merken, dass es auf der Ebene der Wissenschaft und der Hochschule eine größere Bereitschaft gibt zur Zusammenarbeit, die ist nicht uneingeschränkt und auch nicht nur um Stritten.
00:43:41: Die wird auch ausdiskutiert – das ist schon richtig!
00:43:43: Aber eine Bewegung in unsere Richtung nehmen wir wahr.
00:43:47: Und in der Tat ist natürlich der Norden und zwar nicht nur aufgrund Maritima-Expertise, aber insgesamt für uns eine wichtige Region.
00:43:57: Ich habe vorhin gesagt ich kann nicht allem vorgreifen – das ist jetzt ein Beispiel dafür – aber ich kann Ihnen versichern, den Norden wird eine Rolle spielen und es wird auch in gar nicht allzu langer Zeit öffentlich werden, in welcher Form wir unsere Aktivitäten im Norden verstärken werden weil eben tatsächlich die Vorteile auf der Hand liegen auch das Potenzial in den verschiedenen Regionen Deutschlands, was dort vorhanden ist natürlich auch nutzen wollen und müssen.
00:44:25: Und eben auch stärker als wir es in der Vergangenheit konnten.
00:44:29: Das spielt sicherlich eine große Rolle.
00:44:32: Super!
00:44:32: Dann setzen wir auf ihr Hamburger Herz, was Sie ja am Anfang noch mal betont haben an der Stelle.
00:44:40: Darf Ihnen zum Abschluss nochmal zwei Fragen stehen?
00:44:45: Also, mehr so Zukunft.
00:44:48: Wir entwickeln sich da militärische Auseinandersetzungen.
00:44:51: Wir haben jetzt schon viel mehr hybride Situationen und es gibt ja auch immer wieder so Szenarien, dass man sagt eigentlich kämpfen sozusagen nur noch die Technologien gegeneinander.
00:44:58: Und das entscheidet sich über die Technologie rein darüber.
00:45:02: Das zeigt gar nicht zwischen menschlichen Auseinsatzungen in Anführungszeichen.
00:45:08: dann kommt.
00:45:09: Ist sowas realistisch?
00:45:10: Dass sowas passieren?
00:45:14: Ich sag mal so, die herrschende Meinung unter den Militärexperten und den Militären selber natürlich ist zurzeit nein.
00:45:20: Also wir haben einen Paradigmenwechsel auch militärisch bei der Art und Weise wie wir kämpfen.
00:45:27: Der ist zweifellos da.
00:45:29: ich weiß nicht ob vergleiche wie zum Beispiel Vergleichbar mit der Einführung des Panzers oder Mit der Einführung von Luftwaffen Zulässig sind.
00:45:44: Darüber kann man wahrscheinlich trefflich diskutieren, aber es ist ein echter Paradigmenwechsel.
00:45:48: Weiß ich natürlich tatsächlich das Gefechtsfeld dramatisch verändert weil Distanzen größer werden.
00:45:54: am Ende des Tages und das zeigen uns ehrlicherweise alle aktuellen Konflikte auch die wo Hochtechnologie zum Einsatz kommt stichwort nahmittelere Osten sieht man dass wenn es darum geht Räume zu halten oder auch Räumel zu gewinnen Am Ende ist Menschenbrauch, Soldatinnen und Soldatenbrauch die auf dem Boden in einer klassischen militärischen Rolle das eben auch tun darum.
00:46:22: Daran führt weiterhin kein Weg vorbei und das wird sich nach meiner Bewertung auch bis in die Zukunft nicht ändern.
00:46:29: es mag sein dass wir Teile des Krieges anders führen Aber immer wenn es am Ende darum geht, das in irgendeiner Form auf einem Territorium zu wirken wird es immer auch um Soldatinnen und Soldaten gehen die das tun müssen.
00:46:45: Und wenn man das wirklich kontrollieren möchte dann muss man das über den Weg tun.
00:46:49: Auch das sehen wir ja jetzt ist also nutzt quasi nichts aus der militärischen Perspektive, wenn man dann politische Veränderungen in einer Region herbeiführt.
00:46:59: Weil man im Zweifel danach ja davon abhängig ist wie dieser Raum, der dann entsteht gefüllt wird und deswegen werden Soldatinnen und Soldaten da immer eine Rolle
00:47:10: spielen.".
00:47:12: Und noch eine abschließende Frage.
00:47:14: Vielen Dank dafür Sie Ich habe in der Vorbereitung mitgelesen hier, Sie sind geboren in Rothenburg-Optertauber.
00:47:20: Wunderschöne Stadt in Franken.
00:47:22: Eine Region... ich hab' im Bamberg studiert, ich kenne das gut!
00:47:25: Eine Region die sozusagen ganz stark auch im Prinzip von der Zusammenarbeit mit dem US Militär lebt und dass wirklich eine sehr freundschaftliche Engelverbindung auch ist.
00:47:40: Wie gucken sie auch mit NATO?
00:47:44: Eine politische Diskussion, die wir haben auf die in der Zukunft auch die Zusammenarbeit mit dem US-Militär.
00:47:51: Die Zusammenarbeit ist unverändert intensiv und gut, also das einmal vorweggenommen.
00:47:59: Wir haben hochrangige militärische Dienststellen der US- Streitkräfte hier in Deutschland, mit denen wir weiterhin total konstruktiv zusammenarbeiten.
00:48:05: daran hat sich nichts geändert.
00:48:07: Das ist von unseren amerikanischen Partnern genauso gewollt denn... Die kürzeste mögliche Antwort, ja wir müssen europäisch stärker werden.
00:48:17: Wir müssen eigenständiger werden aber wir müssen damit nicht gleichzeitig unabhängiger werden sondern wir werden europäischer stärker um transatlantisch zu bleiben!
00:48:26: Wir müssen klar machen dass wir auch die Verantwortung bereit sind zu übernehmen und das eben durch Investitionen durch Fähigkeitsaufbau und durch glaubhafte Abschreckung aus Europa heraus zeigen können, aber Europa wird auch für die USA immer eine wichtige Rolle spielen und auch als Region ein maßgeblicher Rollen sein.
00:48:48: Und es hat nichts damit zu tun dass wir die Partnerschaft lockern oder lösen wollen sondern das wir quasi ein starker Partner werden müssen um eben diese Partnerschaft dadurch zu stärken und die Amerikaner auch eng weiter an unserer Seite stehen zu haben.
00:49:03: und das ist halt das erklärte Ziel.
00:49:05: und da sind wir uns mit unseren amerikanischen Partnern durchaus einig.
00:49:10: Wunderbar, dass seine Hoffnungspro Stimmen ist.
00:49:13: Abschlussstatement würde ich fast sagen und das kann ich nur sagen hört man ja immer wieder als gerade diese Zusammenarbeit im militärischen Bereich auch wirklich gut funktioniert innerhalb der NATO und dass wir einfach als nachvollziehbare Weise in Europa unseren Beitrag leisten müssen eben auch zur Verteidigungsfähigkeit und da eben auch sozusagen unsere Hausaufgaben mitmachen können, müssen einfach um Power zu kommen.
00:49:38: Insofern Zum Ende, das war unsere heutige Folge zum Thema Sicherheit und Verteidigung mit wirklich spannenden Einblicken von Frau Generalarzt Dr.
00:49:47: Nicole Schilling.
00:49:48: Ganz herzlichen Dank für die offene sympathische und tolle spannende Folge, die Sie hier ermöglicht haben!
00:49:56: Ich bedanke mich bei Ihnen für das Interesse und die Möglichkeit auch auf diesem Format ein bisschen Dinge zu erklären oder Hintergründe erläutern.
00:50:05: Es hat mir viel Spaß gemacht und ich wünsche Ihnen alles Gute nach Hamburg.
00:50:09: Ja vielen Dank, ich glaube das war für unsere Hörer und Hörern wirklich eine tolle spannende Folge.
00:50:13: Bin sehr gespannt auch die Resonanz und die da sozusagen kommt.
00:50:17: und wenn euch die Folge gefallen hat dann erzählt es gerne weiter, kommentiert abonniert unseren Kanal lasst am besten Bewertungen da und sozusagen könnt mich auch gern persönlich erreichen über die Social Media Kanäle oder eben über die Show Notes und wir freuen uns dann wenn wir beim nächsten Mal wieder zusammen kommen hier zu einem Podcast einen spannenden Gesprächspartner haben.
00:50:39: Ob es wieder so spannend wird wie diesmal, kann ich nicht garantieren aber wir arbeiten dran.
00:50:43: Insofern nochmal vielen Dank an Frau Schädig.
00:50:56: Danke schön!